Cloppenburg /Oldenburg Im Prozess vor dem Oldenburger Landgericht gegen die fünf Mitglieder einer international agierenden Drogenbande, die im Oktober vorigen Jahres 127 Kilogramm Marihuana von Spanien nach Cloppenburg geschmuggelt hatten, ist der Hauptangeklagte zu einer Gefängnisstrafe von sechs Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Ein Kurierfahrer muss für viereinhalb Jahre hinter Gitter. Die drei übrigen Angeklagten kamen noch mit Bewährungsstrafen davon. Sie hatten Aufklärungshilfe geleistet beziehungsweise spielten innerhalb der Bande nur eine untergeordnete Rolle.

Wie berichtet, war die Drogenfahrt von Spanien bis nach Cloppenburg von der Polizei observiert worden. Zahlreiche Telefonate unter den Bandenmitgliedern wurden abgehört und mitgeschnitten. Das hatte die Angeklagten aus Spanien, Albanien und Bremen überführt. In dem 38 Jahre alten Angeklagten aus Albanien sah die 1. Große Strafkammer des Landgerichtes unter Vorsitz von Richter Horst Kießler den Haupttäter. Dieser wollte nur Gehilfe gewesen sein.

65 Kilogramm Marihuana von den 127 Kilogramm habe er für einen anderen besorgen sollen, mit dem Rest der Drogen habe er nichts zu tun, so der Angeklagte. Das Gericht glaubte ihm aber nicht. Es rechnete dem Angeklagten die ganzen 127 Kilogramm Marihuana zu. Der 38-Jährige lebte auf großem Fuß. Nach Aufdeckung der Taten konnten bei ihm teure Sportwagen und teure Uhren beschlagnahmt werden. Außerdem waren in einem seiner Fahrzeuge 50 000 Euro gefunden worden, die ebenfalls beschlagnahmt wurden.

Der Angeklagte hatte noch versucht, das zu verhindern. Er tat so, als gehöre das Geld nicht ihm, sondern seiner Frau. Diese sei auch mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen, wohl zum Einkaufen. „Für 50 000 Euro“ resümierte Richter Kießler. Das Geld sei die Anzahlung für die Drogen gewesen, so die Überzeugung des Gerichtes. Deswegen sei es auch zu beschlagnahmen. Auf den 38-Jährigen warten nun noch weitere Verfahren, darunter eines, wo es um den Schmuggel von 30 Kilogramm Kokain geht.

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