Cloppenburg In einem Abstimmungsgespräch zwischen dem Landkreis Cloppenburg und den Verantwortlichen der Krankenhäuser Cloppenburg, Friesoythe und Löningen am Mittwoch ist betont worden, dass beim derzeitigen Infektionsgeschehen und der aktuellen personellen Situation keine infizierten Pflegerinnen und Pfleger in ihren Bereichen bzw. auf Covid-19-Stationen eingesetzt werden. Das teilte die Kreisverwaltung am Donnerstag auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Wie berichtet, sind seit einem Ausbruch am Wochenende auf der Intensivstation des St. Josefs-Hospitals mittlerweile 20 Mitarbeiter der Station positiv auf Covid-19 getestet worden. Am Donnerstag wurden die Mitarbeiter der Intensivmedizin nochmals abgestrichen – vier weitere Fälle sind am Freitag noch zu den bisherigen 16 dazugekommen. Zudem sind unter den Infizierten zwei Mitarbeiter des OP-Bereichs. Auch an der St.-Anna-Klinik in Löningen war eine Mitarbeiterin Anfang dieser Woche positiv getestet worden.

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Eine Ausnahme von der eingangs beschriebenen Regelung – so der Landkreis – sei nur im äußersten Notfall auf Covid-19-Stationen möglich, wenn durch eine Nichtversorgung Menschenleben in Gefahr seien. „Eine letzte Eskalation des Notfallgeschehens müssen wir vom Patienten aus sehen. Wenn es zum Erhalt des Lebens des Patienten wirklich keine andere als diese letzte Option gibt, müssen wir sie nutzen. Ich hoffe, unseren Patienten und unseren Pflegekräften und Ärzten bleibt ein solches Szenario erspart“, so Prof. Dr. Christian Weilbach, Chefarzt der Anästhesie und Leiter der Intensivstation am St.-Josefs-Hospital. Diese Vorgehensweise entspreche der RKI-Richtlinie, nach der eine infizierte Person im äußersten Notfall weiterarbeiten dürfte.

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Ab der kommenden Woche will St. Josefs-Geschäftsführer Andreas Krone die dezimierte Intensiv-Mannschaft mit Personal aus peripheren Stationen stärken. Darüber hinaus sollten elektive Operationen – wie beispielsweise eine Hüft-OP – verschoben werden, kündigte Krone am Freitagnachmittag auf Nachfrage unserer Redaktion an.

Krone dankte noch einmal allen Mitarbeitern, die mit dem Schieben von Überstunden oder dem Verzicht auf Urlaub die Situation bislang einigermaßen entschärft hätten. „Doch nun wird es eng“, erklärte er mit Blick auf die von ihm angekündigten Maßnahmen.

Krone hofft, dass Covid-19 bei den infizierten Mitarbeitern einen milden Verlauf nimmt und dass die Mitarbeiter nach der Quarantäne auskuriert wieder zur Verfügung stünden. Zur Beruhigung der Situation, so Krone weiter, trügen hoffentlich auch die von Berlin verschärften Corona-Regeln bei.

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Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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