Cloppenburg Die Brandstiftungsserie, die in den vergangenen Monaten die Bürger der Stadt Cloppenburg in Atem gehalten hat und hält, geht möglicherweise auf das Konto mehrerer Gruppen oder Einzeltäter, die unabhängig voneinander Lagerschuppen, Scheunen und Autos anzündeten. Eine entsprechende NWZ-Nachfrage bestätigten am Freitag der Chef der Polizeiinspektion (PI) Cloppenburg/Vechta, Andreas Sagehorn, und der kommissarische Leiter des Zentralen Kriminaldienstes (ZKD), Günther Stukenborg.

Bürger sollen wachsam sein

Bereits seit Wochen und Monaten – so Stukenborg weiter – beschäftige sich eine achtköpfige Ermittlungsgruppe intensiv mit der Brandserie. Darüber hinaus werde Tag und Nacht intensiv Streife gefahren. Um dafür personell adäquat aufgestellt zu sein, seien auch Kollegen aus anderen Dienststellen nach Cloppenburg beordert worden, ergänzte Sagehorn. Der PI-Leiter forderte die Bürger auf, weiterhin Augen und Ohren offen zu halten und jedes ungewöhnliche Detail den Beamten zu melden. „Damit nerven Sie die Polizei nicht.“

 1210 neue Polizei-Stellen, die ab Oktober dieses Jahres bis zum 31. Dezember 2022 nach und nach in Niedersachsen zusätzlich geschaffen werden, hat Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag in Hannover verkündet: Davon – so Sagehorn – werde auch die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta profitieren.

Unter anderem müsse die PI bis zum 1. Oktober 2020 eine so genannte Verfügungseinheit mit 15 Beamten und einem Leiter aufgebaut haben. Dafür habe man bislang sechs Personen, zehn kommen also aus dem neuen Stellenprojekt der Landesregierung hinzu. Die Verfügungseinheit kümmere sich beispielsweise um Stoppelmarkt, Cityfest, Demonstrationen, Musikfestivals oder auch Serien wie aktuell die Brandstiftungen in Cloppenburg. Dies muss bislang noch von der „normalen“ Truppe aufgefangen und miterledigt werden.

Mehr Kontaktbeamte

Darüber hinaus soll es künftig auch an den beiden Polizeikommissariatsstandorten Vechta und Friesoythe so genannte Kontaktbeamte geben, die sich täglich zu Fuß im Stadtbild zeigen. Bislang gibt es überhaupt nur einen Kontaktbeamten in Person von Johannes Kalvelage am PI-Standort Cloppenburg. Was darüber hinaus noch für den Zuständigkeitsbereich der PI – also das Oldenburger Münsterland – hinzukommt, ist noch unklar. Die zusätzlichen Kräfte könnten – so Sagehorn – im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung und zur Verstärkung der Präsenz in der Fläche eingesetzt werden. Zurzeit gibt es in der PI 325 Vollzeitstellen.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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