HARKEBRüGGE Heinrich Oltmanns (53) wohnt in unmittelbarer Nähe der viel befahrenen Kreuzung. Er hat Angst, seine beiden sieben und acht Jahre alten Kinder den täglichen Schulweg über die Kreuzung mit dem Fahrrad fahren zu lassen. Wenn an diesem Donnerstag die Schule beginnt, wird Heinrich Oltmanns seine Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Das sei sicherer, sagt der Familienvater.

CDU-Antrag an Landkreis

Die Kreuzung der Landesstraße 832 – sie führt von Friesoythe nach Barßel – mit der von Scharrel ins Ammerland führenden Kreisstraße 296 rückte in den letzten Wochen wiederholt wegen schwerer Verkehrsunfälle in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Neben den Anliegern setzt sich deshalb auch die Harkebrügger CDU für eine Entschärfung der Kreuzung ein. CDU-Vertreter und die Anlieger plädieren für einen Kreisverkehr. Jan Block, Maria Sasse und Ewald Schneider (alle CDU) sehen darin die beste Möglichkeit, die Verkehrsteilnehmer vor Unfallfolgen zu schützen.

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Erfolg in Lohe

Jan Block: „Wir richten unsere Forderung an den Landkreis Cloppenburg und an den Kreistag.“ Es gehe um einen sicheren Schulweg für die Kinder aus Harkebrügge. Schließlich habe an der nur wenige Kilometer entfernten Kreuzung in Lohe auch die Situation durch den Bau eines Kreisverkehrs entschärft werden können. Jan Block: „Da ist es nun mit den schweren Unfällen vorbei.“

Bei den jüngsten Verkehrsunfällen prallte – wie berichtet – ein Kleintransporter mit einem Lastwagen zusammen, im zweiten Fall war ein Motorradfahrer in eine Kollision verwickelt. Bei beiden Unfällen gab es mehrere Personen, die zum Teil schwere Verletzungen erlitten.

Daniel Neumann (34) lebt ebenfalls in der Nähe der Harkebrügger Kreuzung. Er kritisiert: „Die Kreuzung befindet sich in einer leichten Linkskurve. Deshalb ist sie von den Autofahrern nur sehr schwer einzusehen.“ Auch Neumann ist überzeugt davon, dass ein Kreisverkehr Abhilfe schaffen wird. Anwohner Lukas Sasse (17) hat schon oft erlebt, dass sich an der Kreuzung Unfälle ereignen: „Die Autofahrer haben keinen guten Überblick über die Straßen, wenn sie an der Kreuzung halten.“ Doch nicht alle Verkehrsteilnehmer würden ihre Fahrzeuge stoppen. So mancher Autofahrer rase über die Kreuzung, weil er sie einfach viel zu spät bemerke.

Christa Conrad (43) fürchtet ebenfalls um die Unversehrtheit ihrer Kinder auf dem Weg zur Schule oder zur nahen Bushaltestelle: „Unsere Kinder müssen die Hauptstraße überqueren, wenn sie zur Bushaltestelle wollen. Aber da sich hier kaum ein Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, ist das immer sehr gefährlich.“ Vor allen Dingen die aus Richtung Ammerland herannahenden Autofahrer würden die Kreuzung zu spät erkennen und einfach ungebremst die Landesstraße überqueren, sagen die Anwohner übereinstimmend.

Es wird zu schnell gefahren

Anliegerin Angelika Adam (42) sorgt sich um die Gesundheit ihrer drei Kinder: „Weil hier so schnell gefahren wird, wäre ein Kreisverkehr eine optimale Lösung.“ Ein Dorn im Auge sind ihr manche Motorradfahrer, die mit extremer Geschwindigkeit die Kreuzung passieren würden.

Christian Conrads (21) sitzt im Rollstuhl. Für ihn ist die Überquerung der Kreuzung fast unmöglich: „Man sieht nichts. Das ist immer wieder ein Glücksspiel.“

Die NWZ  fragte beim Landkreis Cloppenburg nach. Sprecher Ansgar Meyer zeigte Verständnis für die Sorgen und Nöte der Anlieger: „Wir müssen das gemeinsam mit dem Land Niedersachsen erörtern, um eine Lösung zu finden. Landrat Hans Eveslage unterstützt den Wunsch der Anlieger nach dem Bau eines Kreisverkehrs.“

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Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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