Es hatte schon so etwas von historischem Augenblick: Als in der vergangenen Woche der langjährige Vorsitzende des Heimatvereins Bösel, Caspar Pleye, den Vorsitz an Bösels Ex- und Ehrenbürgermeister Gerhard Höffmann übergab, da hatte nicht nur Pleye selbst eine verräterische Träne in den Augen. „Den Heimatverein ohne Caspar Pleye kann man sich irgendwie nicht vorstellen“, sagte Bösels stellvertretender Bürgermeister, Reinhard Lanfer, bei der Jahreshauptversammlung im Heimathaus und sprach damit den meisten Mitgliedern aus dem Herzen. „Wenn’s am schönsten ist, soll man aufhören“, sagte der sichtlich gerührte Pleye angesichts zahlreicher Würdigungen seiner Leistungen für den Verein und etlicher Aufmerksamkeiten. Fast unbemerkt gestaltet sich dagegen der Rückzug eines weiteren „Dinosauriers“ des Heimatvereins: Schriftführer Wilfried Leser machte Platz für Christa Höffmann, die in Personalunion als dritte

Vorsitzende des Vereins Lesers Aufgaben übernimmt. „Willi“ Leser war seit 1989 im Vorstand und seit 1992 Schriftführer. „Es war an der Zeit, mal andere ranzulassen“, kommentierte Leser trocken seinen Entschluss. Der Wechsel an der Vereinsspitze schien ihm ein willkommener Anlass. Zwei langjährige Vereinsmitglieder erhielten noch vom alten Vorsitzenden eine besondere Ehrung. Franz Haskamp und Franz Fennen wurden für ihr langjähriges Engagement im Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt. Und das ist schon etwas, denn der Heimatverein hat als Bösels größter Verein mit 1600 Mitgliedern gerade mal zehn Ehrenmitglieder.

Um eine ganz besondere Ehrung ging es am vergangenen Wochenende auch beim Sportlerball des SV Hansa Friesoythe bei Pollmeyer in Thüle. Nicht nur, dass mit der 17-jährigen Eva-Maria Behrens die bisher jüngste Sportlerin zur „Sportlerin des Jahres“ gekürt wurde, sondern mit Alfred Schumacher wurde auch ein Mann geehrt, der beim SV Hansa fast schon eine Institution ist. Hansa-Vorsitzender Hubert Frohne-Brinkmann nutzte den Sportlerball, um Schumachers Verdienste für den Verein und den Sport allgemein herauszustellen. Seit 1970 ist Schumacher im SV Hansa aktiv. Angefangen hat er als Trainer der B-Jugend. Schon wenige Jahre später legte er die Schiedsrichter-Prüfung ab. 30 Jahre lang engagierte er sich dann als Schiedsrichterobmann für den SV Hansa. In dieser Funktion habe er, so Frohne-Brinkmann, Pionierarbeit für die Hanseaten geleistet. Er habe für das Schiedsrichteramt geworben und einen großen Schiedsrichterkader aufgebaut und

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geformt. Und er habe dafür gesorgt, dass die oft kritisierten „Männer in Schwarz“ mehr Verständnis bei den Fans und im Verein finden. Schumachers Zuverlässigkeit sei beispielhaft für den Nachwuchs gewesen, lobte Frohne-Brinkmann und betonte, dass er respektvoll als Altmeister tituliert worden sei. Er habe als Schiedsrichterobmann junge Talente bis in die Bundesliga gefördert, aber auch immer ein offenes Ohr für die Schiedsrichter aus der dritten Kreisklasse gehabt. Viele Jahre sei er auch als Kreisschiedsrichterobmann aktiv gewesen. Mit einem großen Präsentkorb dankte der Vorsitzende Schumacher im Namen des Vereins. Für Ehefrau Herta hielt er einen Blumenstrauß bereit.

In den wohl verdienten Ruhestand hat der Leiter der Böseler St.-Martin-Schule, Hans Werner, den „Engel der Schule“ verabschiedet. In einer Feierstunde beendete Lehrerin Mechtild Brozio ihre langjährige Schulkarriere. Ihre Schwerpunktfächer waren Deutsch und Englisch. 1969 fing sie als Lehrerin an der St.-Martin-Schule in Bösel an. Lange Jahre war sie auch Vorsitzende des Personalrats. Schüler und Lehrer hatten eine würdige Abschiedsfeier für die beliebte Lehrerin vorbereitet. Für ihren „letzten Schulweg“ am Morgen hatten sich die Kollegen etwas Besonderes ausgedacht. Sie zogen die Lehrerin mit einer Kutsche zum Schulgebäude, wo sie von den Kindern mit wehenden Fahnen erwartet wurde.

In der Bahnhofstraße in Bösel hat das „Burkana“ neu eröffnet. Das Café, Bistro und Restaurant wurde von Ralph Dogs zusammen mit Lebensgefährtin Caren Becker im ehemaligen „Schlicht“ eingerichtet. Mit dem Namen „Burkana“ bringt Dogs etwas aus der Heimat mit. Denn Ralph Dogs stammt aus Borkum, und „Burkana“ ist der mittelalterliche Name der Nordseeinsel Borkum. Das „Burkana“ ist täglich ab 15 Uhr geöffnet, montags ist Ruhetag. Mit einer vielseitigen Speisekarte will der gelernte Bäcker und Koch seine Gäste verwöhnen. Auch rein vegetarische Kost sowie Diätkost etwa für Diabetiker oder Allergiker werden im „Burkana“ angeboten. Die warme Küche ist täglich bis 21.30 Uhr geöffnet. Eine Spezialität werden auch die Cocktails sein.

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