RAMSLOH Reinhard Dreker wirkt zufrieden. Durch die raumhohen Fenster strömen endlich sowohl Sonnenstrahlen als auch der Lärm von spielenden Kindern in sein recht kleines, aber helles Büro. Dreker ist der Leiter des Laurentius-Siemer-Gymnasiums (LSG).

Die Schulglocke hat gerade zur zweiten großen Pause geschellt. Dreker hat in den letzten Wochen viel Zeit in einer leeren, sehr ruhigen Schule verbracht, um administrative Aufgaben zu erledigen. Der Lärm ist jetzt ein bisschen ungewohnt, störe ihn aber nicht, er gehöre dazu. „Ich bin froh, dass jetzt endlich wieder etwas los ist.“

Wiedersehensfreude

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Auf den Fluren, im Foyer und auf dem Schulhof ist die Freude über das Wiedersehen groß. Die Schüler begrüßen sich nach sechs Wochen Ferien wieder. Da das LSG Schüler aus mehreren verschiedenen Orten hat – die Kinder wechseln von acht unterschiedlichen Grundschulen an das Gymnasium – haben sich viele in der ganzen Zeit überhaupt nicht gesehen. Sie erzählen, was sie in den Sommerferien gemacht haben.

Der Strücklinger Mirco Weßels (12) schwärmt von zwei Wochen auf Mallorca und dem anschließenden Jugendzeltlager Saterland in Vrees. Lea Salden (14, Harkebrügge) trifft auf zweifelnde Blicke, als sie erzählt, dass ihre Woche bei ihrem Onkel in Thüringen gut war, doch sie besteht darauf: „Thüringen ist toll.“ Samy Kassab-Bachi (13) schwört auf Berlin, wo er drei Wochen lang war. Allerdings hat der Strücklinger noch keine Lust wieder auf die Schule: „Ich muss jetzt wieder früher aufstehen und mich vorbereiten auf jedes Fach. Außerdem habe ich jetzt wieder weniger Freizeit“, beschwert er sich.

„Ich sehe meine Klasse wieder“, freut sich dagegen Anna Hermes über das Ende der Ferien.“ Bei ihr schleicht sich schon eine gewisse Wehmut ein. Sie ist jetzt in die zehnte Klasse gekommen, es ist ihr letztes Jahr am LSG, die Oberstufe wird sie an einem anderen Gymnasium besuchen. „Es ist schade“, sagt die 16-Jährige aus Scharrel. „Eigentlich sind die Lehrer hier ganz cool.“

Auf der engen Sichtbetontreppe ist Stau, als Direktor Dreker vom ersten Obergeschoss, in dem sein Büro liegt, ins Foyer möchte. Auch er wird nach den Ferien von den Schülern freundlich begrüßt. Drei Mädchen, die seit diesem Donnerstag in die neunte Klasse gehen, sprechen in an: „Herr Dreker, wir haben Sie wieder in Religion.“ Dreker: „Stimmt, montags in der ersten und zweiten Stunde.“ Doch die Schülerinnen korrigieren ihn: „Nein, donnerstags.“ Der Schulleiter kennt seinen Stundenplan noch nicht.

Komplizierte Planung

Das ist nicht überraschend, denn für die Erstellung der Stundenpläne ist die stellvertretende Schulleiterin zuständig. Annette Jahn hat in den Ferien an dieser Aufgabe gesessen. „In den vergangenen drei Wochen habe ich sehr intensiv an dem Stundenplan gearbeitet.“

Damit es einen vernünftigen Plan gibt, muss Jahn verschiedene Aspekte berücksichtigen. In welchen Fächern welche Jahrgangsstufe wie lange unterrichtet wird spielt ebenso eine Rolle, wie die verfügbaren Lehrer und Räume. Letzteres scheint die größte Schwierigkeit zu sein. „Wir haben nur je einen Fachraum für Physik, Chemie, Kunst oder Musik. Diese Fächer können nur in Fachräumen unterrichtet werden, nicht in den normalen Unterrichtsräumen.“ Beispielsweise brauche man für Chemie einen Abzug und für Musik ein Klavier. „Das bedeutet aber, dass nur eine Klasse in diesen Fächern unterrichtet werden kann, selbst wenn ich mehrere Fachlehrer zur Verfügung habe.“ Ähnliches gilt es auch bei Turnhalle und Schwimmbad zu beachten.

„Schon wieder Urlaub“

Nach der großen Pause führen Lehrer 84 neue Fünftklässler durch die Schule und zeigen, wo was ist. Unter ihnen ist auch Niklas Schönhöft (11). Er freut sich schon besonders auf die drei Tage, die die fünften Klassen zum Kennenlernen in Calhorn verbringen werden. Sie finden in der kommenden Woche statt. „Kaum aus den Ferien zurück, geht es schon wieder in den Urlaub“, grinst der Barßeler.

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