Friesoythe Kaum betritt man den Kursraum des Katholischen Bildungswerkes in Friesoythe wird man mit einem lauten „Moin, Moin“ begrüßt. 21 Flüchtlinge lernen hier mit Brigitte Fabian und Rita Constantin seit Mitte Dezember Deutsch. Und die regionale Begrüßungsfloskel ist kein Problem mehr.

Insgesamt organisiert das Bildungswerk sieben Deutschkurse mit insgesamt 127 Teilnehmern. Sie finden in Friesoythe, Bösel, Garrel, Barßel und Ramsloh statt. In 320 Unterrichtsstunden bekommen die Flüchtlinge aus den Ländern Syrien, Iran, Irak und Eritrea die Grundlagen der Deutschen Sprache vermittelt und lernen Sitten und Gebräuche kennen. „Es findet nicht nur Theorieunterricht statt, nachmittags üben wir in der Praxis“, erklärt Birgit Walker, Koordinatorin der Deutschkurse. So waren die Flüchtlinge in Barßel zum Beispiel auf dem Weihnachtsmarkt, um das Fest besser verstehen zu können. „Sie waren stolz wie Oskar, als sie den Leuten ein ☺’Frohes Fest’ wünschen konnten“, erzählt die stellvertretende Leiterin Ulla Lindemann.

Die Kurse werden von der Bundesagentur für Arbeit finanziert, daher sei er auch nur für Syrer, Iraner, Iraker und Eritreer – denn diese hätten eine gute Chance, auch in Deutschland bleiben zu dürfen und zu arbeiten, erklärt Walker. Voraussetzung für die Teilnahme am Deutschkurs ist eine Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (Büma), die das Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge (Bamf) ausstellt.

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Bei Constantin und Fabian lernen die Teilnehmer die Vokabeln für Gegenstände im Bade- und Schlafzimmer kennen. „Es geht darum, dass sie Hemmungen abbauen und die Sprache benutzen. Die Grammatik ist noch nicht so wichtig“, erklärt Rita Constantin. Wenn es dann doch nicht auf Deutsch klappt, kann sie helfen, denn sie spricht auch noch Arabisch, Englisch und Französisch. So kann Ibrahem erzählen, dass für ihn das Wetter in der Region ungewohnt ist und Kamal, dass sie gelernt haben, wie in Ostfriesland Tee serviert wird.

Im zweiten Friesoyther Kursus übt Peter Wiesner mit seinen Schülern Sätze, die sie zum einkaufen benötigen. Nicht alle Deutschdozenten, haben einen pädagogischen Hintergrund. Peter Wiesner war 40 Jahre lang Standesbeamter. Nach wie vor sucht das Bildungswerk nach weiteren Lehrern. Aber die hätten ohne die Asylsuchenden natürlich nicht viel zu tun, deshalb ist die Kooperation des Bildungswerkes mit Stefan Menke vom Caritasverein und Fadi Constantin von der Stadt Friesoythe sehr wichtig. „Sie stellen den Kontakt zwischen uns und den Flüchtlingen“, erklärt Leiterin Nicola Fuhler.

Lina Brunnée Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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