Eltern müssen Kinder gegen Masern impfen lassen
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Entscheidung Des Bundestages
Eltern müssen Kinder gegen Masern impfen lassen

Sedelsberg Ein Angler hält seine Rute in den Teich. Zwei Frauen nutzen den Weg um das Gewässer herum, um zu walken, während zwei Jungs sich auf einer der Bänke ausruhen. Es ist schon idyllisch am Ententeich in Sedelsberg. Und inmitten dieser Idylle kann man die Tier- und Pflanzenwelt auf eine besondere Art und Weise entdecken: mit Hilfe des Saterländer Lehrpfads des Bürgervereins Sedelsberg. Und diesen hat die NWZ ausprobiert.

Erreichbarkeit

Der Ententeich ist ausgeschildert und einfach zu finden. Von der Hauptstraße geht es auf den Moorgutsweg. Dort weist dann auch ein Schild darauf hin, dass es nach links zum Schützenverein und zum Naturlehrpfad, der übrigens ein Rundweg ist, geht. Bei der Schießhalle gibt es Parkplätze. Über die Brücke über die Sagter Ems kommt man direkt auf den Lehrpfad, der übrigens auf einem Teil des „Seelter Äi Paad“ (Sagter Ems Weg) liegt.

Über den Lehrpfad

Der Lehrpfad um den Ententeich in Sedelsberg wurde im Mai dieses Jahres eröffnet. Der Naturlehrpfad, der auch „Seelterlounder Leerpaad“ genannt wird, war auf Initiative des Bürgervereins Sedelsberg und in Kooperation mit der Gesellschaft zur Förderung von Solidarität und Partnerschaft (Gespa) entstanden. Finanziell unterstützt wurde das Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung und der Gemeinde Saterland. Der Bürgerverein steckte viel Eigenleistung in den Lehrpfad. Auch Spielgeräte wurden aufgebaut, mit finanzieller Unterstützung der Einrichtung Frühförderung „Stellwerk Zukunft“. Unterstützt wurde der Verein aber auch von zahlreichen weiteren Helfern. Die Fotos auf den Hinweistafeln und großen Würfeln des Naturlehrpfads stammen übrigens von Hobbyfotografen.

Bereits auf der Brücke weisen große Holzschilder auf den Lehrpfad hin – auf Saterfriesisch (Seelterlounder Leerpaad) und auf Hochdeutsch (Saterländer Lehrpfad). Die Zweisprachigkeit wird übrigens auf dem kompletten Pfad beibehalten.

Familienfreundlichkeit

Nach Überquerung der Brücke folgt die erste Tafel. Sie weist den Besucher an, entgegen des Uhrzeigersinns um den Ententeich zu gehen. Auch begrüßt sie Interessierte: „Herzlich willkommen auf dem Saterländer Lehrpfad. Hier können große und kleine Menschen die Natur und ihre Vielfalt entdecken und erleben.“

Auf dem Lehrpfad finden sich neun Stationen zu Themen wie Naturschutz, Tiere und Tarnung, Lebensraum Totholz, Lebensraum Stillgewässer/Fließgewässer oder auch Blühende Vielfalt. Das Schöne gerade auch für Kinder: An allen Stationen gibt es Fotos, die die Texte unterstreichen. So können sich die kleinen Besucher gleich alles direkt vorstellen, während ihnen die Texte vorgelesen werden. Allgemein ist alles auf dem Lehrpfad bebildert.

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Für Kinder besonders schön ist, dass sie auch interaktiv lernen können. Das geht zum Beispiel bei einem Parcours, wo sie erraten müssen, an welcher Stelle unterschiedliche natürliche Materialien wie Rindenmulch, Torf und Holzspäne in dem Parcours liegen. Die Materialien können zudem mit Hand oder Fuß „erfühlt“ werden.

Des Weiteren gibt es verschiedene Würfelspiele zu Pflanzen und Tieren und ein Waldrätselbuch. Interaktiv geht es auch an einer Station zu, bei der Bäume an ihrer Borke oder an den Blättern erkannt werden müssen. Ein Stückchen weiter gibt es ein großes Holzklangspiel, ein großes Insektenhotel, eine Aussichtsplattform über dem Ententeich und einen Baumwurzelparcours. Bei einem Waldameisenhügel können Ameisen bei der Arbeit beobachtet werden.

Lehr- und Erlebnispfade

Die NWZ stellt in den Sommerferien die Lehr- und Erlebnispfade im Nordkreis Cloppenburg vor.

Direkt am Anfang des Pfads können Kinder schaukeln oder in einem großen Holztipi spielen. Zusammen mit der Grundschule Sedelsberg hatte der Nabu Nistkästen um den Teich angebracht. Diese zieren Namen wie „Hau Göven“ oder „Haus Butz“.

Umgebung

Neben dem Lehrpfad fließt die Sagter Ems. Zudem befindet sich dort ein Wald. Die Bäume bieten Schutz vor Sonne und Regen. Gleiches gilt für die Stationen, die kleine Dächer haben. An dem Weg entlang stehen hier und da Bänke zum Ausruhen und es gibt Mülleimer. Ideal für kleine Pausen, in denen man die selbst mitgebrachte Verpflegung essen kann.

Kosten

Kosten fallen hier nicht an, auch nicht für die Parkplätze.

Fazit

Durch die Zweisprachigkeit an den Stationen lernen Kinder die saterfriesische Sprache besser kennen. Durch die Möglichkeiten zum Ausprobieren und Spielen wird es nicht langweilig. Der Pfad ist aber auch nicht zu lang. Die Fotos tragen zum besseren Verständnis bei.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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