FRIESOYTHE /BöSEL Der Deutsche Schwimmverband schlägt Alarm. Immer weniger Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren können nach neuesten Untersuchungen schwimmen.

Von Hans-Carl Bokelmann FRIESOYTHE/BÖSEL - Die Daten, die der Deutsche Schwimmverband jetzt vorgelegt hat, sind beängstigend. Die Zahl der Nichtschwimmer bei den bis zu 14-Jährigen liegt bei 33,9 Prozent, Tendenz zunehmend. Eine Entwicklung, die Hans-Jürgen Weiß (42), seit 15 Jahren Schwimmmeistergehilfe in Friesoythe, nicht so recht nachzuvollziehen vermag. „Bei uns im Hallen- und Freibad sind die Schwimmkurse heiß begehrt. Besonders die Anfängerkurse sind gut belegt, es existieren sogar Wartelisten“, sagt Weiß, der nicht so versteht, warum die Zahl der Nichtschwimmer bundesweit immer weiter zunimmt.

Stefanie Dübbelde (24), Fachangestellte für Bäderbetriebe im Freizeitbad Saterland, schlägt in die gleiche Kerbe. „Bei uns werden täglich Schwimmkurse angeboten, in den Schulferien sind es sogar bis zu drei an einem Tag. Und Auch Horst Butz (64), Schwimmmeister in Bösel zeigt sich von den Zahlen des Schwimmverbandes überrascht. „Bei uns gibt es – was das Anfängerschwimmen angeht – eine rege Nachfrage.“ Mehr als 200 Kinder lernen im Böseler Hallenbad Jahr für Jahr schwimmen. Auch im Barßeler Hallenbad ist die Nachfrage nach Schwimmkursen groß. „Die Schwimmmeister haben gut zu tun“, sagt Gordula Bergmann (37), Gemeindehauptsekretärin auf Anfrage der NWZ.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Der Behauptung des Schwimmverbandes, dass in den Schulen der Schwimmunterricht vernachlässigt wird, kann Ingrid Kreyenschmidt, Leiterin der Friesoyther Marienschule, nicht teilen. Wir gehen mit der zweiten und dritten Klasse einmal in der Woche Schwimmen. Und an unserem Minimalziel, dass die Kinder zumindest das Seepferdchen erreichen, halten wir fest.“

Hubert Wübbeler, Lehrer an der Gerbert-Schule in Altenoythe, kritisiert, dass seit diesem Schuljahr für den Schwimmunterricht nicht mehr zwei Lehrerstunden, sondern nur noch eine Lehrerstunde angerechnet werden. Der 54-Jährige beklagt, dass der Schwimmunterricht unter diesem Erlass zu leiden habe.

Um einen qualifizierten und differenzierten Schwimmunterricht zu garantieren, dürfe man nicht am Personal sparen. „Wir brauchen weiterhin zwei Lehrerstunden pro Schwimmstunde“, fordert der Pädagoge deshalb im Gespräch mit der NWZ.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.