Bösel /Nordkreis Äpfel, Karotten, Weintrauben, Gurken: Die Schüler der St.-Martin-Schule in Bösel beißen in der Frühstückspause in knackig-frisches Obst und Gemüse. Seit Beginn des Schuljahres nimmt die Grundschule an der Aktion „Schulobst Niedersachsen“ des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz teil.

mehr Obst und Gemüse verzehren

Mit der Aktion „Schulobst Niedersachsen“, die von der Europäischen Union gefördert wird, soll der Obst- und Gemüseverzehr bei Kindern erhöht werden. An drei Tagen pro Woche sollen die Schüler Obst und Gemüse erhalten. 100 Gramm stehen einem Kind pro Tag zu.

Die Schulen mussten sich für die Aktion bewerben. Dann waren sie gefordert, mit zugelassenen Lieferanten, die sich ebenfalls bewerben mussten, einen Vertrag zu schließen. Dabei können die Schulen zwischen Obst und Gemüse aus konventionellem und biologischem Anbau wählen.

Das Programm schreibt vor, dass alle Schulen ernährungspädagogische Begleitmaßnahmen durchführen müssen. Hierzu zählen z.B. ein regelmäßiges gesundes Frühstück in der Klassengemeinschaft, der Besuch eines Bauernhofes oder eines außerschulisches Lernortes oder auch das Angebot einer Koch-Arbeitsgemeinschaft.

Warten auf Bestätigung

In der Klasse 4a gibt es an diesem Morgen Äpfel, Pflaumen, Weintrauben und Bananen. Lehrerin Annette Oltmann steht mit einem Schälmesser am Pult. Wer sein Obst klein geschnitten haben möchte, darf nach vorne kommen. Den Apfelschneider können die Kinder selbst bedienen. „Schön ist, dass jeder etwas zu essen hat“, äußert sich Annette Oltmann zu der Aktion. Immer wieder beobachte sie, dass Kinder ohne Frühstück zur Schule kämen.

Dem neunjährigen Luca schmecken nach eigener Aussage alle Sorten. „Hoffentlich gibt es bald Mandarinen“, wünscht sich der Viertklässler. Seine Obst-Ration hat er aufgegessen. Das Schokobrötchen bleibt in der Brotdose. Noch. „Das gibt es später“, erklärt Luca. Klassenkameradin Charlotte beißt in ihren Apfel. „Ich finde es gut, dass wir was kriegen, dann müssen wir nicht so viel mitbringen“, meint die Neunjährige.

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Neben der St.-Martin-Schule Bösel beteiligen sich im Nordkreis auch die Friesoyther Grundschulen Hohefeld, Kampe, Neuscharrel, am Markatal, Ludgeri-Schule und Elisabethschule sowie die Grundschule Sonnentau aus Barßel und die Marienschule Strücklingen.

Doch während die Böseler Schüler schon seit etwa zwei Wochen kostenlos Obst und Gemüse kosten dürfen, startete die Aktion in der Grundschule Hohefeld erst am Donnerstag. Alle anderen Schulen aus dem Nordkreis müssen sich noch länger gedulden: Sie haben zwar schon einen Vertrag mit einem Lieferanten geschlossen, warten aber noch auf die Bestätigung des zuständigen Ministeriums.

Die Grundschule Hohefeld bekommt ihre Obst- und Gemüsekisten seit Donnerstag von der Ecocion OHG aus Oldenburg. Der Edewechter Himpsel-Hof will in Zukunft die anderen fünf Friesoyther Schulen beliefern. Die Grundschulen Sonnentau und Strücklingen erwarten Lieferungen vom Biolandhof Freese aus Rhauderfehn.

Bis zu dreimal pro Woche liefert der Ginkgo-Naturkostladen aus Höltinghausen Obst und Gemüse aus biologischem Anbau in die Grundschule Bösel. Jede Klasse bekommt eine Kiste. Waren, die gekühlt werden müssen, werden in einem großen Kühlschrank aufbewahrt, den die Gemeinde Bösel gespendet hat.

Kinder aufklären

In der Frühstückspause herrscht dienstags bis freitags reges Treiben am Kühlschrank. Lehrer und Schülergruppen holen die Kisten ab. In den Klassenräumen lagern Schneidebretter, Sparschäler, Spülbürsten und weitere Utensilien, die für die Zubereitung benötigt werden.

Begleitend zum Obst- und Gemüsefrühstück sind die Schulen aufgerufen, die Kinder über gesunde Ernährung aufzuklären. Dies geschehe im Sachkundeunterricht, erläutert die Böseler Schulleiterin Rita Schorling. Zusätzlich führe die Schule unter anderem mit dem Heimatverein einen Umwelttag durch, die Schüler besuchen das Museumsdorf und besichtigen landwirtschaftliche Betriebe. „Die Aktion passt also gut in unser Schulkonzept“, freut sich Schorling.


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Sonja Klanke Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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