Ramsloh Der „Seelter Buund“ hat auf seiner Jahreshauptversammlung im Landgasthof Dockemeyer in Ramsloh-Hollen eine positive Bilanz des vergangenen Jahres gezogen. „Das Jahr 2019 war für den ’Seelter Buund’ wieder einmal ein recht aktives Jahr; viele Sachen wurden im Verborgenen erledigt“, erinnerte Vorstandssprecher Stephan Dannebaum.

So viele Mitglieder hat       der „Seelter BUUnd“

Erneut konnte der „Seelter Buund“ neue, junge Heimatfreunde gewinnen. Derzeit beträgt die Mitgliederzahl 294. Auf der Versammlung wurde auch den in 2019 verstorbenen Mitgliedern gedacht, darunter den drei Ehrenmitgliedern Alfred Pörschke, Gretchen Grosser und Dr. Marron Curtis Fort.

In diesen Gremien ist        der „Seelter BUUnd“        vertreten

Karl-Peter Schramm vertritt den „Seelter Buund“ unter anderem als Vertreter der Saterfriesen im Minderheitenrat, im Niedersächsischen Heimatbund und am Niedersächsischen Heimattag. Insgesamt hatte Schramm für den „Seelter Buund“ an 22 Terminen teilgenommen. Auch aus der Arbeit des Europäischen Büros für Sprachminderheiten berichtete er.

Diese Projekte gibt es       an den Schulen im       Saterland

Die Arbeitskreise Saterfriesisch in der Schule und im Kindergarten des Heimatvereins haben mehrere Projekte zum Erhalt und Förderung der Sprache angestoßen: Saterfriesisch-Arbeitsgemeinschaften wurden für jeden Jahrgang in den Grundschulen Strücklingen und Scharrel angeboten. Immersionsunterricht (sprich: Sachfächer werden auf Saterfriesisch unterrichtet) gibt es seit Schuljahresbeginn 2019/20 wieder an der Grundschule in Scharrel. Eine erste Klasse wurde hier als Saterfriesisch-Klasse eingerichtet. Im Schulzentrum in Ramsloh wird ein Immersionsunterricht in Hauswirtschaft und Textiles Gestalten angeboten.  Ein Saterfriesisch-Angebot im Nachmittagsbereich gibt es an der Grundschule Ramsloh. Da es für die Grundschule Sedelsberg keine Lehrer für Saterfriesisch gibt, kann die Sprache dort zurzeit nicht angeboten werden.  „Seeltersk lopt“ heißt ein neues von Edith Sassen für den Plattdeutschunterricht geschriebenes Lehrwerk, das von Ingeborg Remmers ins Saterfriesische übersetzt wurde und in den Grundschulen Verwendung findet. Carina Robbers, Lehrerin an der Litjen Skoule Skäddel, erprobt die Bände bereits im vierten Jahr in der Saterfriesisch-AG; dabei habe sich herausgestellt, dass sich mit diesem neuen Unterrichtswerk gut arbeiten lasse.  An der Aktion „Fräindai is Seelterdai“ im September nahmen mehrere Schulen teil. Die Aktion wird von der Landesschulbehörde unterstützt. Jeden Freitag im September gab es ein besonderes Angebot auf Saterfriesisch, das sich an alle Schüler richtete.

Damit „Fräindai is Seelterdai“ aber nicht nur auf die Schulen beschränkt bleibt, sind Betriebe, Praxen und Behörden dazu aufgerufen, auch daran teilzunehmen und möglichst viel Saterfriesisch zu sprechen. Im nächsten September soll die Aktion wieder stattfinden. Eine CD mit saterfriesischen Liedern wurde ebenfalls in 2019 erstellt. In diesem Frühjahr sollen die Lieder in den Schulen bei Live-Auftritten vorgestellt werden. Geplant ist auch ein gemeinsames Rudelsingen von Jung und Alt.

Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Helfer?

Nur ehrenamtlich sei die Arbeit des Heimatvereines um den Erhalt der Saterländer Kultur nicht mehr zu leisten, sagte Bürgermeister Thomas Otto. Daher sei es auch an der Zeit darüber nachzudenken, ob nicht auch die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den Schulen und Kindergärten eine Aufwandsentschädigung erhalten sollten.

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