Projekt
Tiere verbinden Jung und Alt

Das persönliche Miteinander unter den Generationen soll gestärkt werden. Das Projekt am Laurentius-Siemer-Gymnasium in Ramsloh läuft ein halbes Jahr lang.

Bild: Sebastian Friedhoff
Vorfreude auf eine besondere AG: Diese LSG-Schüler lernten zum Projektauftakt am Mittwochnachmittag die Therapiebegleithunde Kimi (links) und Frida kennen.Bild: Sebastian Friedhoff
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Ramsloh Mit tierischer Hilfe Brücken bauen zwischen den Generationen und voneinander lernen: Das ist das Ziel eines neuen Projektes, das am Mittwochnachmittag am Laurentius-Siemer-Gymnasium in Ramsloh gestartet ist. 24 Schüler der sechsten bis achten Klasse werden im Rahmen einer AG gemeinsam mit Therapiebegleithunden Senioren besuchen, die an Demenz erkrankt sind. Durch dieses besondere Zusammentreffen und das aktive Zusammensein bei Spiel und Spaß soll das persönliche und menschliche Miteinander unter den Generationen gestärkt werden. Die Hunde fungieren als Bindeglied und helfen dabei, Hemmungen abzubauen.

Das neue Projekt basiert auf einer Idee von Bärbel Hommel (57) aus Großefehn. Die Therapiebegleithundeführerin gründete im vergangenen November den Verein KiDeTi (Kinder – Demenz und Tiere). Als erste Vorsitzende stellt Hommel einige ihrer Therapiebegleithunde zur Verfügung und gestaltet das Projekt gemeinsam mit LSG-Biologielehrer Reinhard Walter. Zum Auftakt am Mittwoch lernten die LSG-Schüler die Therapie- und Schulbesuchshunde Kimi (5 Jahre alt) und Frida (3) kennen. Beim „Beschnuppern“ erhielten sie einen ersten Eindruck davon, wie sich die PON-Hündinnen verhalten und wie man mit ihnen richtig umgeht. Natürlich durften auch Streicheleinheiten und Leckerlis nicht fehlen. „Ich mag Hunde sehr gerne und finde sie sehr süß“, erklärte die elfjährige Schülerin Insa Bartjen (6a), warum sie sich für die stark nachgefragte AG angemeldet hat.

Einmal wöchentlich treffen sich die AG-Schüler in der siebten und achten Stunde. Das Projekt dauert ein halbes Jahr und ist in drei Phasen aufgeteilt. In Phase eins dreht sich alles um die Hunde selbst. Die Schüler beschäftigen sich mit der Anatomie der Tiere, mit ihrer Körpersprache, trainieren mit den Hunden und erfahren anhand eines mitgebrachten Welpen (zehn bis elf Wochen alt), wie man diese aufzieht. In Phase zwei geht es um die Krankheit Demenz: Was ist das, was sind die Erkennungsmerkmale, wie sieht die Therapie aus? Auch die sozialen Auswirkungen werden thematisiert. Angehörige von Demenzkranken kommen in die Schule und schildern ihre Sicht. Auch Demenzkranke im Frühstadium werden zu Besuch sein.

Phase drei ist der Praxisteil. Mit den Therapiebegleithunden besuchen die Schüler an Demenz erkrankte Senioren im Alten- und Pflegeheim „Sonnenhaus Saterland“ in Ramsloh. Ein Pilotprojekt in Berlin sei bereits sehr gut gelaufen, so Bärbel Hommel.

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