Ramsloh Auch auf dem Ausbildungsmarkt hat die Corona-Pandemie alles durcheinander gewirbelt. Der Kabelhersteller Waskönig und Walter wird daher am Dienstag, 8. September, von 14 bis 18 Uhr einen neuen Weg gehen und sich an einer Online-Azubimesse „Parentum Online“ beteiligen.

Betriebe, Akademien und Hochschulen informieren dort Jugendliche und ihre Eltern per Video-Chat. Das Angebot ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht nötig. Wenn jemand Interesse an einem Gespräch hat, kann er bei den Firmen „anklopfen“ und wird in einen virtuellen Raum eingelassen.

Mit dabei bei „Parentum“ sind größere Arbeitgeber aus dem Nordwesten, wie eben Waskönig und Walter, aber auch die NWZ-Mediengruppe, bei der diese Zeitung erscheint, Cewe Fotobuch Oldenburg, Optiker Fielmann, die Oldenburgische Landesbank, EWE Netz, aber auch Bundespolizei, Zoll, diverse Hochschule, Fachschulen, die Agentur für Arbeit und Anbieter für Freiwilligendienste.

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Sie hoffe auf einige gute Gespräche, sagt Rabea Schürmann, Ausbildungsleiterin bei Waskönig und Walter. Die Kabelwerke haben jährlich rund 20 Ausbildungsstellen in acht Ausbildungsberufen sowie in drei Dualen Studiengängen zu vergeben. Die Bewerbungen laufen bereits.

Unterstützt wird Schürmann in den Chats von Auszubildenden und einem Ausbilder. Diese könnten Schülern, die nur wenig jünger sind als sie selbst, oft viel besser vermitteln, wie eine Ausbildung laufe, sagt Schürmann. So war es bisher auf den Azubi-Messen in Messehallen oder Schulen, die schon im Frühjahr hätten stattfinden sollen. Einige Messen sind in den Spätherbst verschoben worden. Doch es ist nicht klar, ob sie stattfinden können. „Und es ist auch schwierig mit den Leuten in Kontakt zu kommen, wenn man Maske tragen muss“, sagt Schürmann. Dann doch lieber Online-Chat.

Mit Online-Bewerbungsgesprächen hat Waskönig und Walter in den vergangenen Monaten nämlich schon gute Erfahrungen gemacht, wie Schürmann berichtet. Es habe sich herausgestellt, dass diese auch eine erhebliche Zeitersparnis brächten. Deshalb überlege das Unternehmen bei Erstgesprächen zur Vorauswahl zukünftig weiter auf Online-Chats zu setzen.

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