Ramsloh Seit gut einer Woche werden vom Laurentius-Siemer-Gymnasium (LSG) in Ramsloh Lehrkräfte im Umfang von 53 Unterrichtsstunden pro Woche an die Grundschulen Ihrhove und Hilkenbrook sowie die Oberschule Esterwegen und das Schulzentrum Collhusen abgeordnet. Zahlreiche niedersächsische Gymnasien waren zum Schuljahr 2017/2018 von der Landesschulbehörde angewiesen worden, Lehrer an Grundschulen und andere Schulformen abzustellen.

Diese Anordnung traf auch das LSG. „Insgesamt sind davon bis zum Ende des Schulhalbjahres zehn Lehrkräfte des LSG betroffen, so dass in der Konsequenz unter anderem sämtliche Arbeitsgemeinschafen, die von den Lehrkräften angeboten werden, kurzfristig ersatzlos gestrichen werden müssen“, sind Elternvertreterin Sonja Elsner Kramer sowie von den CDU-Gemeindeverbänden Barßel und Saterland Michael Warnken und Dr. Michael Steenken „stinksauer“ auf das Kultusministerium und die ihm unterstehende Landesschulbehörde.

Die Eltern und Erziehungsberechtigten wollen das so einfach nicht hinnehmen und haben gemeinsam eine Resolution gegen die Abordnung von Lehrkräften am LSG verfasst. Mit der Resolution und einer Unterschriftenaktion, die am Mittwoch startete, wollen die Eltern Druck auf die Politik ausüben, damit ein schnellstmögliches Einlenken seitens der Landesregierung erfolgt. „Aktionstag für die Unterschriftenaktion wird das Sommerfest des LSG am 22. September sein, da in der Schule keine Listen ausgelegt werden dürfen“, so Warnken. Die Resolution wurde auch an Karl-Heinz Bley (CDU-Landtagsabgeordneter) aus Garrel und Renate Geuter (SPD-Landtagsabgeordnete) aus Markhausen übergeben.

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Die Abordnung sei um so ärgerlicher und unverständlicher, weil das LSG erst im vergangenen Schuljahr den Betrieb als offene Ganztagsschule mit großem Zuspruch der Schüler aufgenommen hat. „Die jetzige Abordnung kann das kleine LSG nicht verkraften“, meinte Steenken. Das vielversprechende Ganztagskonzept werde nun mit einem Federstrich durch diese rigorose Abordnungspraxis zu Lasten der Kinder aufs Spiel gesetzt, kritisieren die Elternvertreter.

Ferner müssten durch die Kurzfristigkeit der Abordnungen Stundenpläne neu geschrieben, die Unterrichtsverteilung neu gestaltet und Lerngruppen zum Teil neu organisiert werden. „Das können und wollen wir so nicht akzeptieren“, sagten die Initiatoren der Resolution.

Sie wollen nun von der Landesregierung eine Antwort auf ihre Fragen: „Werden die Abordnungen zum zweiten Schulhalbjahr fortgesetzt, eingestellt oder neue Abordnungen festgelegt?“, „Ab wann kann das LSG sein ganzes Lehrpersonal wieder einplanen?“, „Was tut das Ministerium, um den Lehrermangel zu beheben?“.

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