Petersdorf Wenn es kleine Streitigkeiten auf dem Schulhof gibt oder ein jüngerer Schüler etwas Trost braucht, dann sind sie künftig zur Stelle: die Pausenhelfer. Laura Flatken, Nele Rolfes, Neele Alberding, Dominik Bley, Ruben Wessel, Hanni Schlarmann, Johanna Mett und Paulina Franke sind an der Grundschule Petersdorf zu Pausenhelfern ausgebildet worden – auch eine Art Auszeichnung für die Schüler, betonte Schulleiterin Johanna Albers. Denn die Schüler seien auch nach ihrer Sozialkompetenz dafür ausgewählt worden.

Die Schulsozialarbeiterin Paula Faske-Brand hatte die acht Schüler der Grundschule in sechs Doppelstunden ausgebildet. In der Ausbildung sei es viel um die Wahrnehmung von Gefühlen gegangen, darum, echte Streitigkeiten vom Streit im Spaß zu unterscheiden, beschreibt Faske-Brand. Auch selbstbewusstes Auftreten gehört zum Job des Pausenhelfers und wie Ich-Botschaften ausgesendet werden, erfuhren die Dritt- und Viertklässler.

Es zu ignorieren, wenn sie beleidigt werden und jemand anderes Streit sucht – das falle sicherlich nicht leicht, war sich eine Schülerin schon während der Ausbildung sicher. Die acht Schüler sind in selbst zusammengestellten Zweier-Teams, in den beiden großen Pausen auf dem Schulhof im Einsatz – erkennbar an Schirmmütze und Warnweste. Sie sollen aber keine klassischen Streitschlichter sein, sagt Schulleiterin Albers. Größere Streitereien schlichten eh die Lehrer. Zu ihren Aufgaben gehöre es etwa auch, zu helfen, wenn jemand Hilfe benötige oder zu trösten, wenn jemand Trost nötig habe.

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Mittlerweile vier Ausbildungen zu Pausenhelfern hat es an der Grundschule bereits gegeben, im vergangenen Jahr war diese mangels Kapazitäten aber ausgefallen.

Schulsozialarbeiterin Faske-Brand ist seit nunmehr eineinhalb Jahren an der Grundschule Petersdorf im Einsatz für jeweils vier Stunden in der Woche. „Wir sind froh, dass wir sie haben und profitieren sehr davon“, lobte Schulleiterin Albers die „hohe Kompetenz“ der Mitarbeiterin.

Die Schwerpunkte ihrer Arbeit wechseln, berichtet die Schulsozialarbeiterin. Derzeit hat sie die Mädchen verstärkt im Blick. Mit einer Gruppe werden Themen behandelt wie: „Wer bin ich?“, „Was läuft in der Familie und in der Schule?“. Es geht aber auch um die Frage: Wie gelingt es, mit Mitschülern in Kontakt zu treten? Unter dem Motto „Ich – Du – Wir“ gehe es stets darum, die Schulgemeinschaft zu stärken, ergänzt Schulleiterin Johanna Albers. Das geschieht in Rollenspielen oder durch Geschichten, Parabeln oder Fabeln. Zum Abschluss gibt es Entspannungsübungen.

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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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