Bösel „Das Mittelalter interessiert mich sehr“, sagt Ellen Tangemann. Über ihren Opa habe sie schon einiges darüber erfahren. Der nehme sie auch gelegentlich mit zu Mittelalter-Festen. „Zu sehen, wie die Leute früher gelebt haben, was sie gegessen haben“, das ist es, was Marie Sofie Meyer interessiert. Ganz im Zeichen des Mittelalters stehen derzeit die Projekttage an der Oberschule Bösel. Abschluss soll am Freitag mit einem Mittelaltermarkt von 14 bis 17 Uhr in der Oberschule sein.

Bis dahin haben die Schülerinnen und Schüler aber noch jede Menge zu schlagen, zu feilen, zu malen, zu drehen, zu werfen. Jonglage-, Tanz- oder Musikaufführungen müssen bis dahin sitzen. Ellen Tangemann und Marie Sofie Meyer duellieren sich sportlich mit Holzschwertern – streng nach den Anweisungen eines original gekleideten Mitglieds des Friesenrings.

Zwei Tage lang sind vier Mitglieder der Organisation aus Bremen an der Oberschule zu Gast. Die „Friesenringler“ bringen den Fünft- und Sechstklässlern bei, wie sie Filzen und Wolle spinnen, lehren Jonglage oder eben den Schwertkampf und, wie im 13. Jahrhundert ein Seil hergestellt wurde. Die Verbindung hat Manuela Herbst hergestellt, die als Sozialarbeiterin an der Oberschule arbeitet. Sie nimmt in ihrer Freizeit selber gerne an mittelalterlichen Zusammenkünften teil. In der Oberschule wird sie das Filzen lehren. Denn die Projekte werden die Mitarbeiter der Schule in den kommenden Tagen fortführen.

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Den Auftakt zur Projektwoche hatten die vier Friesenring-Mitglieder am Montag mit einem Vortrag gemacht. Dabei hatten sie auch demonstriert, wie die Menschen im Mittelalter gelebt und was sie getragen haben.

Verschiedene Projekte konnten die Schüler im Vorfeld der Woche wählen. Siebt- bis Neuntklässler malen an diesem Dienstagmorgen mittelalterliche Fassaden nach einer Vorlage. Einige Räume weiter wird auch gemalt: Auf großformatigen Kulissen zeichnen die Schüler historische Figuren. Die Köpfe werden noch ausgeschnitten, durch sie sollen die Besucher des mittelalterlichen Markts am Freitag ihre Köpfe stecken und sich fotografieren lassen – für einen geringen Obolus.

Speckstein wird ebenfalls bearbeitet. Die mittelalterlich gekleideten „Friesen“ haben für die Schüler auch ein Würfelspiel im Gepäck, das auf die Böseler Besonderheiten im Mittelalter eingeht. Auf die geht auch eine Projektgruppe ein, das dem Heimatmuseum einen Besuch abstattete. Eine weitere Gruppe hat sich im Museumsdorf in Cloppenburg umgesehen, eine andere hat sich eine echte Burg in Bad Bentheim zum Ziel ihres Tagesausflugs gewählt.

Im Werkraum wird gefeilt und gehämmert. Dort entstehen Schemel und Lampen, die am Freitag verkauft werden sollen. Herrschaftliche Zeichen werden im Kunstraum hergestellt. Mittelalterlich gekocht wird auch. Wie genau das funktioniert, können die Schüler in einem Film erfahren, der in der Aula gezeigt wird. In der Alchemisten-Werkstatt „verwandeln“ die Schüler „Messing- in Golddublonen“.


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Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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