Molbergen „Als Mutter von zwei Jungen merke ich täglich, dass an der Kleidung der Kinder oder auch an meiner etwas repariert oder geändert werden muss. Mal ist eine Hose zu lang, mal geht ein Reißverschluss kaputt, oder ein Gummiband reißt“, so die Erfahrungen von Natalie Heinke aus dem Molberger Ortsteil Ermke. Daraufhin initiierte sie das Projekt „Nahtstelle“. Damit wollte die angehende Schneidermeisterin eine Anlaufstelle schaffen, in der Menschen – ob jung oder alt, Mann oder Frau – in einer Gruppe unter fachlicher Anleitung solche kleinen Reparaturen vornehmen können oder sogar lernen, wie man es am besten macht.

Seit dem 1. März trifft man sich nun jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr und jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr in den Räumen des Pfarrheims Molbergen zum sozialen Nähtreffpunkt. „Die Leute kommen mit ganz unterschiedlichen Problemen zur ,Nahtstelle’, erzählt Natalie Heinke, die dieses Projekt nun als praktischen Teil ihrer hauswirtschaftlichen Meisterprüfung durchführt. „Mal ist es nur eine offene Naht, die geschlossen werden muss, und die passende Garnfarbe fehlt, mal sind es Arbeiten, die an der Nähmaschine erledigt werden müssen“, hat Heinke erlebt.

Für eben solche Arbeiten gibt es die „Nahtstelle“. Es stehen drei robuste und in der Bedienung einfache Nähmaschinen sowie eine stattliche Anzahl an Garnfarben und anderen Kurzwaren für Reparatur- und Änderungsschneiderei zur Verfügung. Das Angebot ist kostenfrei, überkonfessionell und richtet sich an alle Interessierten unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Die Teilnehmer bringen ihre reparaturbedürftigen oder zu ändernden Textilien einfach mit – bei Bedarf auch individuelle Knöpfe oder spezielle Kurzwaren, die so nicht in der „Nahtstelle“ vorhanden sein können. Dann steht einer fachkundigen Unterstützung bei der eigenen Reparatur- oder Änderung nichts mehr im Weg.

„Im Vordergrund steht die Nachhaltigkeit, die durch die Reparatur oder Anpassung von Textilien entsteht. Viele Kleidungsstücke können so weiterhin getragen werden, wenn sie hochwertig repariert und angepasst worden sind“, möchte Heinke erreichen. Sie stellt ihre Arbeit auch in den Dienst des DRK-Kleiderladens sowie der ortsansässigen Kindergärten und Kindertagesstätten, die ihre defekten Textilien auch in der „Nahtstelle“ reparieren lassen können.

Pfarrer Uwe Börner begrüßt die Initiative. „Hier können sich Menschen treffen, wann immer sie Zeit und Lust haben. Sie können klönen, ihre Sachen reparieren, sich helfen. Viele Sachen lernt man in der Schule oder von der Mutter gar nicht mehr“, meint Börner. Denn in der „Nahtstelle“ sollen Handwerk, kleines Budget und Kommunikation vereint werden.

Das Projekt „Nahtstelle“ läuft als pastorales Projekt des Bischöflich Münsterschen Offizialates (BMO) Vechta und wird aus dessen Topf „Gute Idee“ gefördert. „Als Projekt aber ist die ,Nahtstelle’ begrenzt. Der letzte Termin wird der 26. Juni sein. Die Idee, die dahintersteckt, eröffnet jedoch neue Möglichkeiten“, lässt Natalie Heinke die Zukunft offen.

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