Kirmes
Molbergen feiert fünfte Jahreszeit

Am Samstagnachmittag wurde das Fest offiziell eröffnet. Pfarrer em. Drees erhielt viel Beifall für seinen launigen Vortrag.

Bild: Aloys Landwehr
Zum Frühschoppen war der Kirmesplatz in Molbergen bereits gut gefüllt. Zahlreiche Vereine beteiligten sich mit Aktionen und dem Verkauf von Speisen und Getränken.Bild: Aloys Landwehr
Bild: Aloys Landwehr
Bürgermeister Ludger Möller (links) ließ sich das Freibier zur Kirmeseröffnung schmecken.Bild: Aloys Landwehr
Keine Freiartikel mehr in diesem Monat.

Bereits NWZ-Abonnent?

Jetzt anmelden

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Molbergen „Wenn ich über meine Wehwehchen im Alter klage, sagt mein Arzt: ,Was will man da machen. Du hast einfach zu oft Geburtstag‘“, sagte Pfarrer em. Konrad Drees, der in Molbergen am Sonntag den mit viel Beifall bedachten Festvortrag zur Kirmes hielt. Bürgermeister Ludger Möller, der die Kirmes als Molbergens fünfte Jahreszeit bezeichnete, beklagte, dass es immer schwieriger werde, Leute dafür zu bekommen, dass Kirmes und Weihnachtsmarkt stattfinden können. In diesem Jahr allerdings konnten sich die Molberger Kirmesbesucher über ein vielfältiges Programm freuen.

Offiziell eröffnet wurde die Kirmes am Samstagnachmittag. Am Abend lockte die Molberger Band „Einvach Follgas“ noch einmal viele Menschen auf den Kirmesplatz.

Bis auf den letzten Platz besetzt war der Pfarrsaal zum Festvortrag von Pfarrer em. Konrad Drees. Diese tolle Beteiligung sei eine Wertschätzung für Pfarrer Drees, der nun seit 33 Jahren Molberger sei, wie Bürgermeister Ludger Möller in seiner Begrüßung bemerkte. Kirmes sei, so Möller, eine Demonstration des Gemeinsinns. Nur durch das Engagement der Vereine mit ihren Mitgliedern sei sie durchzuführen. „Unsere Kommunen leben vom Engagement Ehrenamtlicher. Sonst könnten wir Vereinsheime oder Sportanlagen schließen.“ Für den Festvortrag habe er vom Papst dessen Allzweckwaffe, Pfarrer em. Konrad Drees, geschickt bekommen.

Mit dem Altwerden und dem Alter beschäftigte sich Pfarrer em. Konrad Drees dann in seinem launigen, mit viel Humor gewürzten plattdeutschen Festvortrag, der aber mit einem nachdenklichen Grundton versehen war. Jeder müsse mit dem Alter fertig werden. Niemand werde gefragt. Das komme einfach so.

Altersheime seien gut und wichtig, ersetzten aber nicht die eigenen vier Wände. Drees fragte, ob es noch andere Alternativen gebe. Als ein Beispiel nannte das Projekt „Alt werden in Vrees“, das es Menschen ermögliche, im Bürgerhaus Gemeinschaft zu erleben, Bekannte zu treffen und gemeinsam etwas zu unternehmen. „Wir Alten wollen nicht betüdelt werden, wenn wir noch einigermaßen fit sind. Wir wollen gerne die Talente und Fähigkeiten und Hobbies für andere einsetzen“, bot Drees an.

Zum anschließenden Mittagessen hatte die Ortsgruppe Molbergen des Deutschen Roten Kreuzes ihre beliebte Erbsensuppe vorbereitet. Der Musikverein Molbergen spielte zum Platzkonzert.

Am Nachmittag bot der Förderverein Molberger Schulen Kaffee und selbst gebackene Kuchen an. Die Landfrauen hatten eine Tombola organisiert. Der Förderverein des Kindergartens „Unter dem Regenbogen“ verkaufte Saft und Popcorn. Ein Frühstücksclub lud zum Pfeilwerfen. Beide Aktionen sollen dem Kindergarten die Möglichkeit zur Anschaffung eines großen Tipi-Zeltes verschaffen. Zudem beteiligte sich der Heimatverein mit einem Ratespiel. Die Landjugend verkaufte Kaltgetränke. Karussell, Fisch- und Wurststand bildeten weitere Kirmesattraktionen.

Das könnte Sie auch interessieren