BARßEL Allein schon wegen ihrer pechschwarzen Haare und ihres etwas dunkleren Aussehens werden die beiden 15-jährigen Jungen, Santiago Marin und Manuel Francisco Fandino aus Barranquilla – die 1,3 Millionen Einwohner zählende Metropole ist Hauptstadt der kolumbianischen Provinz Atlantico – derzeit von den Teenagern der Klasse 8 c der Realschule Barßel umschwärmt. Und das noch für etwa drei Monate, denn so lange weilen die beiden Jungen aus Südamerika noch als Austauschschüler in Barßel.

Zustande gekommen ist der Austausch durch Klassenlehrer Rainer Pagel, der 1997 mit seiner Ehefrau Bärbel und Sohn Benjamin in Barranquilla war und dort die ersten Kontakte für den Schüleraustausch knüpfte. Ihr neues Zuhause und ihre Gasteltern für das kommende Vierteljahr sind die Familien Stefan und Heike Westerkamp vom Carolinenhof sowie Jürgen und Bettina Golombeck aus Harkebrügge.

„Die Beiden haben sich in Barßel und in unserer Klassengemeinschaft nach den ersten Tagen schon gut eingelebt“, sagt der 15-jährige Steffen Westerkamp. Sein neuer „Bruder“ ist Santiago. Beide Austauschschüler müssen ganz normal, wie die anderen Klassenkameraden auch, am Schulunterricht teilnehmen und die „harte“ Schulbank drücken. Zuhause in Barranquilla besuchen sie eine deutsche Privatschule.

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„Bei uns ist von 7 bis 14.45 Uhr durchgehend Unterricht und an bestimmten Tagen müssen wir unsere Schuluniform tragen“, berichtet der 15-jährige Manuel Francisco. Das erstaunt die Mitschülerinnen Jana Freesemann und Alina Busse schon ein wenig. Das Erstaunen wird noch größer, als Santiago erzählt, dass seine Schule von Sicherheitskräften bewacht wird.

„Wir wollen die deutsche Sprache besser kennenlernen. Deswegen haben wir uns für Deutschland als Austauschland entschieden“, sagen sie. Schließlich wollen die beiden nach dem Schulabschluss mit Sprachdiplom in Deutschland studieren. Manuel Fandino hat sich für Meeresbiologie und sein Freund Santiago für Musik entschieden. „Habt Ihr denn später während des Studiums in Deutschland kein Heimweh?“, möchten Lena Steinkamp, Kirsten Biedebach und Anna-Lena Siefken wissen. „Ich glaube nicht, denn unsere Eltern freuen sich, wenn wir etwas lernen“, sagt Manuel. Sein „Bruder“ in den kommenden Wochen ist Florian Golombeck. Mit ihm ist er schon auf dem Reiterhof gewesen, um hoch zu Roß einige Runden zu reiten.

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