Cloppenburg Die Sommerferien haben begonnen, das Schuljahr ist vorbei – mit ihm das dreijährige, vom Land Niedersachsen initiierte Modellprojekt „Kita und Grundschule unter einem Dach“, das an der Antonius-von-Padua-Grundschule in Bethen gemeinsam mit den Kindergärten St. Marien und „Kunterbunt“ in Kellerhöhe durchgeführt wurde. Erzieher und Lehrer entwickelten und erprobten neue pädagogische Konzepte, die drei Jahre lang den Alltag von rund 200 Kindern bestimmte.

Wie fällt das Fazit aus? Die NWZ  hat nachgefragt und bei Rektor Ingo Götting, Ramona Landwehr, Leiterin der Kita St. Marien Bethen, Maria Harling van Schaik, Leiterin der Kita Kunterbunt, und Lehrerin Stephanie Meyer erfahren, dass das Projekt durchweg erfolgreich war – auf mehreren Ebenen.

Wie die Pädagogen erläuterten, begegneten sich Kindergarten und Grundschule auf Augenhöhe, die Arbeit der jeweils anderen Einrichtung wurde nachvollziehbar. Gleichzeitig wuchs die Lernbereitschaft aller Kinder, der Übergang vom Kindergarten in die Schule sei nachhaltig positiv verändert worden. „Jetzt freuen sich alle Kinder auf die Schule“, sagte Maria Harling van Schaik. Sie wüssten, was sie erwartet.

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„Mussten wir früher die erste Zeit behutsam auf die Kinder eingehen, damit sie sich eingewöhnen, sind sie jetzt schon in der Schule zuhause und wollen einfach lernen“, erläuterte Meyer. Für die Lehrer sei dies ein großer Gewinn. Die Patenbeziehungen – je ein Grundschüler kümmerte sich um ein Kindergartenkind – hätten sich als pädagogisch sinnvoll erwiesen. Die Älteren hätten Verantwortung für die Jüngeren übernommen. Schlussendlich habe sich gezeigt, dass mit ein wenig finanzieller Unterstützung – vom Land gab’s 30 000 Euro pro Jahr, Geld, das für Materialien, aber auch für den Bustransfer der Kindergartenkinder genutzt wurde – und Entlastungsstunden für Erzieher und Lehrer den Kleinen ein äußerst gutes Lernklima geschaffen werden konnte. Aus diesem Grund, so erklärten die Pädagogen unisono, wird das Projekt im kommenden Schuljahr fortgesetzt, wenn auch in abgespeckter Form – vorausgesetzt, seitens der Stadt Cloppenburg erfolgt eine finanzielle Unterstützung für den Bustransfer.

Die Lernwerkstatt mit Materialien zur Bewegung, zum Körper und zur gesunden Ernährung wird weiter ausgebaut. Angedacht ist auch, die Kooperation mit dem St. Vincenzhaus zu erweitern. Schüler der Einrichtungen waren während der Modellphase in der Grundschule zu Gast, um mit den anderen Kindern gemeinsam zu lernen.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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