Bösel Sehr sorgfältig lassen Riena und Sabrina die Haarsträhnen ihrer Mitschülerin Rascha zuerst nur durch ihre Hände gleiten. Dann greift sich Sabrina ein Glätteisen und beginnt, einzelne Strähnen zu bearbeiten. Riena bürstet derweil die Haare auf der anderen Seite von Raschas Kopf. Dabei erklären sie den Mitschülern, die um sie herum stehen, was genau sie da machen.

An diesem Mittwoch findet in der Oberschule Bösel eine Praktikumsmesse statt. Schülerinnen und Schüler des Realschulzweiges der neunten Klasse präsentieren hierbei die Betriebe und 30 verschiedene Berufe, die sie in ihren zweiwöchigen Praktika kennengelernt haben.

Dazu haben sie im Forum der Oberschule Stände aufgebaut, an denen sie ihren Mitschülern Rede und Antwort stehen. Viele von ihnen haben auch Anschauungsmaterial mitgebracht.

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So auch Linus, der sein Praktikum auf einer Reitanlage gemacht hat. Vor dem 14-Jährigen ist ein Pferdesattel aufgestellt, den er interessierten Schülern erklärt. Mitgebracht hat er auch verschiedene Futtersorten. „Ich interessiere mich sehr für Pferde und habe selber auch eins“, berichtet der Schüler. Er könne sich gut vorstellen, später als Pferdewirt zu arbeiten.

Am Stand nebenan sitzt Annika. Sie hat ihren Hund Lilli dabei. Ihr Praktikum hat sie in einer Tierarztpraxis gemacht. „Das war sehr abwechslungsreich“, sagt sie. So habe sie bei Behandlungen assistiert, Medikamente abgepackt und war auch dabei, als Schweine geimpft und kastriert wurden. Ob sie später in dem Beruf arbeiten will, weiß die 15-Jährige noch nicht genau.

Spaß hatten auch Riena und Sabrina beim Friseur. Die beiden haben sich schon immer für den Beruf interessiert und viel gelernt. „Ich habe zum Beispiel eine Dauerwelle bei einer Kundin gemacht“, sagt Riena. Einig sind sich die beiden, dass sie auch noch in andere Berufsfelder schnuppern wollen. „Als Friseurin ist man immer auf den Beinen. Man muss viel stehen, das geht auf den Rücken“, sagt Sabrina, die sich auch vorstellen kann, im Büro zu arbeiten.

Zufrieden mit den Präsentationen der Schüler ist Lehrerin Iris Meyer, Leiterin des Fachbereiches AWT (Arbeit-Wirtschaft-Technik). „Wir haben die Messe zum ersten Mal veranstaltet. Es ist schön, wie motiviert die Schüler bei der Sache sind“, freut sich die Pädagogin, die die Messe mit ihrer Kollegin Elisabeth Korbmacher organisiert hat.

„Die Veranstaltung ist wichtig für die Schüler“, erklärt Dorothea Kuhlmann-Arends, Rektorin der Schule. „Die Jugendlichen präsentieren sich selbst und den Beruf, in den sie hineingeschnuppert haben. Dabei lassen sie andere an ihren Erfahrungen teilhaben. Das ist mehr wert, als nur die Ergebnisse in einem Bericht zusammenzufassen“, erklärt sie. Außerdem sinke die Hemmschwelle der jüngeren Schüler, wenn sie sich über die Berufe informieren können.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg
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