CLOPPENBURG Norbert Moormann gilt als Mann der leisen Töne. Gleichwohl kam der Leiter der Marien-Haupt- und Realschule in Cloppenburg am Montag um einen „großen Bahnhof“ nicht herum: Weihbischof Heinrich Timmerevers zelebrierte ihm zu Ehren einen Gottesdienst in Sankt Josef, eine Pferdekutsche fuhr ihn von der Kirche zur Schule, und die Schülerinnen und Schüler standen in strömendem Regen Spalier.

Der Anlass: Moormann verabschiedete sich nach 35 Berufsjahren in den vorzeitigen Ruhestand, und knapp 140 Gäste bekundeten dem 62-Jährigen mit ihrem Besuch in der Pausenhalle der Marienschule ihre Wertschätzung für dessen Lebenswerk als Lehrer und Rektor.

Das spiegelte sich auch in den Reden wider. Professor Dr. Franz Bölsker vom Bischöflich Münsterschen Offizialat als Träger der Schule lobte Moormanns hohes Ethos der Verantwortung als Pädagoge und Christ – gerade in Zeiten großer schulpolitischer Umwälzungen. Moormann habe sich durch sein ausgleichendes Wesen Respekt und Wertschätzung erworben. Cloppenburgs stellvertretende Bürgermeisterin Ursula Bernhardt sagte – unter leichtem Raunen manchen Lehrers –, Moormann gehöre zu der langsam aussterbenden Spezies, die es physisch und psychisch noch geschafft habe, ein gesamtes schulisches Leben durchzustehen. Moormann habe bis zuletzt die Stellung an der Schülerfront gehalten und bewiesen, dass Jugendlichkeit keine Frage des Alters sei.

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Die verständnisvolle und sachliche Art Moormanns auch in schwierigen Situationen hob Elternvertreter Alwin Blanke hervor. Personalvertreter und Kollege Heiner Terwelp nannte den scheidenden Rektor einen Primus inter Pares (Erster unter Gleichen), der nie den „Chef“ in den Vordergrund gestellt habe. Moormann selbst freute sich, nun die berufliche Last und Verantwortung niederlegen und seine Freiheit genießen zu dürfen. Die findet der 62-Jährige vor allem im heimischen Garten. Das nötige Rüstzeug bekam er von Kollegen, Mitarbeitern und Schülern geschenkt: Blumen, Arbeitsschürze mit Fotoaufdruck des Kollegiums und Holzschuhe.

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