Löningen /Harare Kaum hatte Pauline Langhorst im vergangenen Sommer ihr Abitur in der Tasche, ging sie hinaus, ein neues Land zu entdecken. Ihr Ziel: Die Stadt Harare in Simbabwe. Drei Monate verbrachte die 18-jährige Löningerin auf dem afrikanischen Kontinent. Mit vielen interessanten Eindrücken kehrte sie jetzt in ihre Heimat zurück.

Pauline wollte keineswegs einen klassischen Erholungsurlaub machen. Es ging ihr darum, Land und Leute kennenzulernen und vor allem, sich vor Ort sozial zu engagieren. Daher nahm sie über den Rotary Club Cloppenburg-Quakenbrück an einem Austauschprogramm von Rotary teil (siehe Infokasten). So war sie unter anderem in Harare im „The Newlands Kindergarten“ tätig. Auf dem Programm standen spielen, singen, basteln, kochen oder backen. Sie bereitete auch Frühstück und Mittagessen vor, betreute die neuen Kindergartenkinder und begleitete die Kinder beim Spielen im Garten. Da es sich um eine deutsche Einrichtung handelt, wurden auch der „Tag der Deutschen Einheit“, der „St. Martinstag“ sowie „Santa Claus“ gefeiert. „Die Arbeit hat mit große Freude gemacht. Die Kinder zauberten mir immer ein Lächeln ins Gesicht und wir hatten viel Spaß zusammen“, erzählt Pauline.

Mit Rotary die Welt entdecken

Rotary-Jugenddienst: Rotary bietet für junge Menschen unterschiedliche Möglichkeiten, an Jugendaustauschprogrammen teilzunehmen. Diese reichen von 14-tägigen Sommercamps über drei- bis sechswöchige Kurzaustausche bis hin zum Jahresaustausch. Und das in aller Welt. New Generations Service Exchange heißt das Projekt, an dem Pauline Langhorst teilnahm. Es bietet jungen Leuten die Möglichkeit, für ein paar Wochen oder Monate eine berufliche Auslandserfahrung zu machen. Freunde zu treffen und das Land mit seiner Kultur, Geschichte und den Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen stehen ebenso im Mittelpunkt wie eine humanitäre Komponente.

Wer Interesse an einem Austauschprogramm hat, kann sich direkt an Rotary wenden. So steht zum Beispiel der Friesoyther Heiner Neuenstein vom Rotary Club Cloppenburg-Quakenbrück für weitere Informationen und als Ansprechpartner zur Verfügung (Telefon   04491/3749).

    www.rotary-jugenddienst.de

Neben ihrem Arbeitstag von 8 bis 17 Uhr nahm sich die 18-Jährige noch viel Zeit, sich auch außerhalb des Kindergartens ehrenamtlich einzubringen. So unterstützte sie ein internationales Rollstuhlprojekt im Rotary Center Harare. „Die Rollstühle werden vor Ort zusammengebaut und Kindern und älteren Menschen zur Verfügung gestellt“, berichtet Pauline. Interessant sei für sie auch gewesen, dass sie den Schulalltag in den Slums kennenlernen konnte. Dort sang und tanzte sie mit den Kindern, die ihr afrikanische Tänze und Spiele beibrachten. Ohnehin habe sie die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen in Simbabwe tief beeindruckt, besonders deren ruhige, gelassene Art.

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Die Löningerin war aber nicht nur von den Leuten fasziniert, sondern auch von dem Land. Sie hat die „Chinhoyi Caves“ (Höhlen im Norden von Simbabwe) besucht, ist im Imire Wild Life Resort mit Elefanten spazieren gegangen, hat auf dem Kariba-Stausee eine mehrtägige Bootstour unternommen und stand vor den Victoria Wasserfällen am Fluss Sambezi. „Die Natur und das Wetter in Simbabwe zeigten sich von ihrer schönen Seite. Die Ausflüge, die ich unternommen habe, waren unglaublich, besonders die Victoria Fälle. Diese Momente werde ich nie vergessen“, schwärmt Pauline noch heute.

Ab dem 5. Februar macht die 18-Jährige ein Praktikum an der Gelbrink Grundschule in Löningen. Anschließend möchte sie gerne Grundschullehramt studieren. Genau weiß sie das aber noch nicht. Eines weiß sie aber ganz sicher: „Die Zeit in Simbabwe war eine Bereicherung für mich. Es war eine tolle Zeit.“

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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