Lastrup Wenn in den kommenden Sommerferien erneut weit mehr als 100 Lastruper Messdiener und nun auch Messdienerinnen, ihre Lagerleiter sowie das Küchenteam zum Zeltlager nach Schwichteler aufbrechen, dann feiern sie ein goldenes Jubiläum. Zum 50. Mal in Folge organisieren Verantwortliche der St.-Petrus-Pfarrgemeinde dieses Freizeitvergnügen, das sich viele Kinder und Jugendliche nicht entgehen lassen wollen. „In den 50 Jahren ist es noch nie ausgefallen. Wir haben es 1979 wegen nicht zu bändigender Wassermassen für zwei bis drei Tage unterbrochen und ein- oder zweimal etwas verkürzt. Aber stattgefunden hat es in jedem Jahr“, weiß Rudolf Brinkmann, selbst viele Jahre in der Lagerleitung aktiv. Nun bereitet er mit einigen Freunden vom 21. bis 25. Mai 2020 ein großes Ehemaligenzeltlager auf dem Gelände der Jugendbildungsstätte in Calhorn vor. Eingeladen sind alle Mitglieder der Lagerleitungen und der jeweiligen Küchenteams aus den 50 Jahren. Über 90 Zusagen können die Organisatoren schon registrieren.

Los ging es in den Sommerferien 1970. Unter der Leitung von Kaplan Karl-Heinz Vorwerk schlugen die Lastruper ihr Lager in Grapperhausen in der Gemeinde Neuenkirchen/Vörden auf. Vorher gab es vereinzelt Lager oder Tagesfahrten als Belohnung für den Dienst am Altar. Aber seit 1970 gibt es keine Lücken mehr.

War in den ersten Jahren das Zeltlager noch naturbelassen – die Teilnehmer wuschen sich in einem Bach oder Fluss, der Donnerbalken ersetzte die Toilette und das Mittagessen wurde über dem Lagerfeuer gekocht – ist der Komfort heute doch etwas größer. „Wir sind allerdings noch nie auf feste Zelt- oder Campingplätze gefahren“, beschwört Brinkmann. Allerdings ist die Lagerküche inzwischen komfortabler. Heute verfügen die Lastruper über ein großes, in zehn Teile zerlegbares Küchenzelt. Gekocht wird auf Gasherden. Aber immer noch kochen Freiwillige für die Messdiener.

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Die Feuerwehr füllt regelmäßig einen großen Wassertank, so dass auch geduscht werden kann. Und auch die Toiletten sind moderner. Wichtig allerdings ist weiterhin die Verteidigung des Wimpels. Nur ungern erinnern sich die älteren Teilnehmer daran, dass der von der ehemaligen Pastoralreferentin Theresia Nietfeld eigenhändig genähte Wimpel 1988 durch den Neuenkirchener Pfarrer Helmut Middendorf geklaut und weithin sichtbar im Kirchturm der St.-Bonifatius-Kirche aufgehängt worden war – unerreichbar für die Lastruper. Denn die Türen zum Turm waren fest verschlossen. So musste erst ein Lösegeld gesammelt werden.

Das Programm des Zeltlagers ist in all den Jahren ähnlich geblieben, auch wenn die Sportangebote um viele Kreativangebote ergänzt wurden. „Nicht alle mögen Sportwettkämpfe, zumal jetzt ja auch Mädchen mitfahren“, erläutert Frank Tönnies, ebenfalls viele Jahre in der Teamleitung.. Die Orientierungsstafette, die Lagerolympiade und das Hugo-Quiz gehören zum festen Programm. Schatzsuche, Schlagerchance oder Wetten, dass.... ergänzen das Angebot. Noch immer findet das Zeltlager in einem Umkreis von 40 bis 70 Kilometern statt, damit es mit dem Fahrrad erreichbar ist. „Es ist in den letzten Jahren durch verschärfte Natur- und Umweltschutzbestimmungen allerdings immer schwieriger geworden, einen geeigneten Zeltplatz zu finden“, haben die Organisatoren erfahren.

Das Gepäck brauchen die Kinder nicht zu transportieren. Hier ist inzwischen ein Gepäckservice geschaffen worden. Fuhren anfangs etwa 50 Kinder mit, die von rund 15 Leitern betreut wurden, beteiligen sich jetzt 100 Kinder. Dazu fahren dann 30 Betreuer mit. Auch das Küchenteam muss dadurch deutlich vergrößert werden.

„Es ist unmöglich, alle Verantwortlichen dieser 50 Jahre aufzuzählen. Ein Name aber bleibt sicher allen unvergessen, weil er mit den ersten Jahren als Motor und unermüdlicher Organisator untrennbar verbunden ist. Das ist der leider viel zu früh gestorbene 1. Lagerleiter Otto Haakmann“, erinnert Rudi Brinkmann.

Unter der Email-Adresse zeltlager2020@gmx.de können sich ehemalige Mitglieder der Leitungs- und Küchenteams anmelden. „Wir haben Calhorn gewählt, weil es da auch feste Unterkünfte gibt. Einige sind ja doch schon etwas älter und möchten nicht mehr zelten. Dafür haben wir Verständnis“, so die zwölf Organisatoren um Rudi Brinkmann und Frank Tönnies.

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