Friesoythe „Die Begleitungen nehmen ständig zu“, sagt Gerda Spieker. Im vergangenen Jahr waren es 101 – davon neun in der Kinderhospizarbeit. Sie ist eine der Koordinatorinnen des Ambulanten Hospizdienstes der Malteser Friesoythe, der in diesem Jahr auf sein 15-jähriges Bestehen zurückblickt. Durch die steigenden Zahlen würden auch mehr Mitarbeiter benötigt. Spieker: „Wir suchen dringend Ehrenamtliche.“

Veranstaltungen in diesem Jahr

Anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens hat der Hospizdienst der Malteser einige Veranstaltungen geplant.


 28. April: Christian Heeck, Dipl.-Pädagoge, spricht über „Humor in der Sterbebegleitung
  im Juni: Hospiz-Radtour mit Gästeführerin
  im Herbst: Künstler aus Friesoythe gestalten das Thema „Brücken“
  1. Oktober: Benefizkonzert des Niedersachsen Sound Orchester und der Jovi-Singers, Schirmherr ist Landrat Johann Wimberg
  18. Oktober: Feierlicher Gedenkgottesdienst zum Jubiläum und Verabschiedung
  November: Krimi-Dinner für alle Ehrenamtlichen.

Derzeit sind 46 Mitarbeiter ehrenamtlich beim Hospizdienst beschäftigt, 38 davon werden als qualifizierte Ehrenamtliche in den Begleitungen eingesetzt. Sie arbeiten in der Erwachsenenbegleitung, in der Trauer- oder in der Familienbegleitung. Den Einsatz der Ehrenamtlichen koordinieren Gerda Spieker, Marlies Steenken und Karin Kellermann. Stadtbeauftragter ist Dr. Günter Meschede.

Einer der Ehrenamtlichen ist Walter Hußmann. Er war vor fünf Jahren aus eigenem Antrieb auf den Hospizdienst zugekommen und empfindet die Arbeit als „Bereicherung“: „Es kommt etwas rüber, das man nur schwer in Worte fassen kann.“ Er verspüre auch eine „große Zufriedenheit“. Hußmann ist ausgebildeter Clown und trat schon bei einem Familienfest des Hospizdienstes auf. In der Arbeit muss es nicht immer ernst zugehen, sagt Marlies Steenken. Gleichwohl: „Die Menschen, die zu uns kommen, wissen, worum es geht.“ Schönfärberei gehört nicht zur Basis der Zusammenarbeit, dafür „Vertrauen und Ehrlichkeit“, sagt Gerda Spieker.

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In der Trauerarbeit habe sich in den vergangenen Jahren viel getan, berichtet Marlies Steenken. Sie werde immer stärker angefragt – sowohl Zuhause als auch im Krankenhaus. Sie ist systemische Trauerbegleiterin und hat mit Ehrenamtlichen in den vergangenen Jahren mehrere Gruppen zur Trauerbegleitung bei Erwachsenen und bei Kindern aufgebaut. Die Koordinatorinnen hätten auch Einzelgespräche in Büros oder auf den Stationen durchgeführt.

In der Kinderhospizarbeit werden derzeit sieben Familien begleitet. Jeden zweiten Monat kommen die Mütter zum Frühstück zusammen. Dort tauschen sie sich aus, geben sich gegenseitig Unterstützung. Durch Karin Kellermann, die seit dem vergangenen Jahr die Kinderhospizarbeit koordiniert, gebe es nunmehr die Möglichkeit, den Dienst weiter auszubauen, sagt Gerda Spieker.

Organisiert werden auch Begleitungen von verletzten und traumatisierten Kindern aus Kriegsgebieten, die über die Aktion „Friedensbett“ am Friesoyther St. Marienhospital behandelt werden. Das achte Kind wird in Kürze erwartet.

Noch ein weiteres Anliegen hat der Hospizdienst: Gerne würde er einen Freundeskreis pflegen, der den Hospizdienst unterstützt – etwa bei Veranstaltungen. Interessierte könnten sich gerne melden.


     www.malteser-friesoythe.de 
Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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