FRIESOYTHE Der Jubilar wohnt in unmittelbarer Nähe der Schule. Als Dank sorgte er dafür, dass die Kinder keine Hausaufgaben aufbekamen.

Von Fritz Kreyenschmidt FRIESOYTHE - „Alle deine Freunde freuen sich mit dir, wie schön, dass du geboren bist, wir hätten dich sonst sehr vermisst, wir gratulieren dir, Geburtstagskind“, sangen 169 Mädchen und Jungen sowie die Lehrer der Friesoythe Marienschule zum 85. Geburtstag von Hans Wreesmann vor seinem Haus.

Der in unmittelbarer Nähe der Schule wohnende Jubilar ist den Schulkindern immer sehr verbunden gewesen, daran erinnerten die Schülerinnen Barbara Kollenbach und Nele Cloppenburg in ihren Glückwünschen. Über Jahrzehnte besuchte Hans Wreesmann am 6. Dezember als Nikolaus verkleidet die Kinder in der Schule und hatte immer einen großen Sack Süßigkeiten dabei, und an jedem Rosenmontag stand er an der Straße und warf Süßigkeiten in den Karnevalsumzug der bunt kostümierten Kinder der Marienschule.

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Im Namen aller Schüler und Lehrer überreichten sie einen Blumenstrauß. Der Jubilar war über den unerwarteten Besuch so vieler kleiner Gratulanten sowie der Begeisterung, mit der ihm die kleinen Händchen zum Gratulieren entgegengestreckt wurden, gerührt. „Ihr seid mir die allerliebsten Gratulanten heute, ich freue mich sehr, dass ihr gekommen seid und mich nicht vergessen habt. Mein Geburtstagswunsch ist, dass ihr alle zu Morgen hausaufgabenfrei habt“, der ohrenbetäubende Jubel der 169 Kinder war der Dank. Den Lehrern blieb keine Wahl, sie nickten zustimmend. Die über den Besuch informierte Ehefrau hatte Süßigkeiten besorgt, die der Jubilar verteilte.

Sein besonderer Dank galt Schulleiterin Ingrid Kreyenschmidt sowie dem Kollegium.

Hans Wreesmann wurde 4. September 1921 in Friesoythe geboren. Als Vierjähriger zog er mit seinen Eltern nach Thüle, wo er auch die Schule besuchte. Nach dreijähriger Lehre in einem Gartenbaubetrieb in Meppen wurde er im Januar 1941 zum Militär eingezogen. Die Schrecken des Kriegs erlebte er mit drei Verwundungen in Russland. Bei Kriegsende – als Verwundeter aus einem Lazarett entlassen – geriet er in Friesoythe in Kriegsgefangenschaft.

Nach seiner Rückkehr arbeitete Hans Wreesmann wieder in seinem Beruf als Gärtner, erlangte 1949 seine Meisterprüfung und wagte schon ein Jahr später den Schritt in die Selbstständigkeit.

Am 6. Oktober 1953 schloss er den Bund fürs Leben mit Ehefrau Maria geborene Toben. Neben dem Gartenbaubetrieb baute er wenige Jahre später ein Blumengeschäft in Friesoythe an der Langenstraße auf, das von Ehefrau Maria geführt wurde. Mit Beginn des Rentenalters übergab der Jubilar den Gartenbaubetrieb an seine Tochter. Das Blumengeschäft führte Ehefrau Maria noch bis 1995 und wird jetzt ebenfalls von einer Tochter geleitet. Als waschechter Hanseat war er 1964 Schützenkönig der Gilde. Seine große Leidenschaft ist das Skatspiel.

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