BARßEL Eine Großküche bereitet das Essen für die Schulmensa zu. Dabei werden die speziellen Bedürfnisse von Kindern berücksichtigt.

von daniela dinstbier BARßEL - Hektisch ist es nicht in der Küche des Clinic-Catering-Service, wenn das Essen für die Schulmensen in Barßel und in Ramsloh, für die Kinder der Soeste-Schule und der integrativen Tagesgruppe gekocht wird. „Wir sind ein eingespieltes Team“ sagt die Leiterin Maria Pekeler. Jede Frau wisse, was wann wie zu tun sei.

Und tatsächlich: Die drei Frauen an den Töpfen rühren, lachen und liefern sich ganz nebenbei einen lustigen Schlagabtausch. Aber das Kochen wird dabei nicht vergessen, denn schließlich soll es den Kindern später auch gut schmecken. „Wir sind sehr bemüht, den Kinder ein Essen zu bereiten, dass zum einen ihren Bedürfnissen entspricht, zum anderen darf der Geschmack dabei nicht auf der Strecke bleiben“, sagt Pekeler, die wie die meisten ihrer Kolleginnen selbst Kinder hat. Aus der eigenen Erfahrung wisse sie daher auch, was Kinder mögen und bei welchen Gerichten ein wenig getrickst werden müsse.

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Das Rahmgeschnetzelte, das die Frauen gerade zubereiten, eignet sich dafür besonders gut: In der Soße lasse sich hervorragend Gemüse verstecken, und die grünen Erbsen setzen sogar noch einen farblichen Akzent in der Soße, „denn auch bei den Kindern isst das Auge mit“, weiß Pekeler.

Damit aber auch der Nährstoffbedarf der Kinder mit dem Mittagessen in der Schule gedeckt wird, wurde eine Beratergruppe gebildet. „Wir haben uns darüber Gedanken gemacht, was Kinder essen wollen und wie es aussehen muss“, beschreibt Pekeler die Arbeit. Dazu wurden Studien über Ganztagsschulen in Frankreich und Belgien zu Rate gezogen, da in diesen Ländern schon länger den Kindern in der Schule ein Mittagessen angeboten wird.

Kalorien werden in der Großküche allerdings nicht gezählt, da die Kinder im Wachstum seien. Viel wichtiger sei eine gesunde Ernährung. „Wir orientieren uns in der Zusammenstellung des Speiseplans an einem Programm, das berechnete Vorschläge für eine ausgewogene, fettarme und vitaminreiche kindgerechte Ernährung enthält“, sagt Pekeler.

Deshalb gibt es immer Nudeln, Reis oder Kartoffeln als Sättigungsbeilage sowie Gemüse und Salat zu den Fleischgerichten. Dabei stampft das Küchenteam sogar den Kartoffgelbrei frisch. „Denn die Kinder müssen wieder lernen, das Essen auch zu schmecken.“ Das hat die Leiterin in den vergangenen Monaten festgestellt. Viele Gemüsesorten sind den Kinder mittlerweile unbekannt.

Und deshalb experimentiert Pekeler auch bei ihren Gerichten. Es gibt Sauerkraut und Fisch. Damit sie weiß, wie das bei den Kindern ankommt, ist sie auf die Hilfe der Schulen angewiesen. „Für mich sind Rückmeldungen sehr wichtig, denn nur so erfahre ich, was den Kindern schmeckt und was nicht“, sagt die Leiterin des Catering-Service. Auch Grünkohl steht mal auf dem Speiseplan. „Aber damit tun wir eher den Lehrern einen Gefallen“, schmunzelt Pekeler, „als den Schülern.“

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