Garrel 4284,90 Euro – diese stolze Summe haben die Zehntklässler der Oberschule Garrel im vergangenen November für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Gemeinde Garrel gesammelt. Ein „anerkennenswertes ehrenamtliches Engagement“, betonte Marco Wingert, Bildungsreferent des Volksbundes in Weser-Ems, am Montagmorgen bei der Übergabe der Urkunden an die Schüler in der Oberschule Garrel. „Damit zählt ihr sicherlich zu den Top-3 im Bezirk“, sagte Wingert.

71 Schüler in 25 Sammelteams hatten diese Summe gesammelt. Organisiert hatte die Aktion Direktor-Stellvertreterin Alexandra Stolle mit Unterstützung der Gemeinde Garrel. Seit zehn Jahren nun übernehmen Schüler der Garreler Oberschule die Sammlung. Ihren Anfang genommen hatte die Initiative im Zuge einer Projektwoche zum Thema Menschenwürde – seinerzeit kamen 683 Euro zusammen.

Schulleiter Markus Berssen sagte, dass neben dem Auffinden von Kriegstoten und der Kriegsgräberpflege auch die aktive Friedenserziehung eine Aufgabe des Volksbundes sei. Und diese sei angesichts der antisemitisch/rassistisch motivierten Gewalttaten in Halle und Hanau oder des Leids der Kriegsflüchtlinge an der griechisch-türkischen Grenze „ganz ganz wichtig“ – neben der Erinnerung an die Taten vor 75 Jahren. „Kriege sind noch immer sehr präsent“, sagte Schulleiter Berssen.

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Marco Wingert sprach den Schülern seinen Dank aus. 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei der Einsatz der Schüler umso höher einzuschätzen, als dass sie selbst weit davon entfernt seien. Näher rückte die Zeit, als Wingert von rund 400 jungen Soldaten berichtete, die auf einem Friedhof in Edewecht begraben sind. Als diese im Alter der Schüler waren, sollten sie am Küstenkanal den Vormarsch der alliierten Truppen verhindern. „Sie wurden verheizt.“ Auf keinen Fall sei es an der Zeit, „um zu vergessen“.

Dass die Arbeit des Volksbundes noch immer notwendig sei, machte Wingert anhand von Zahlen deutlich: So seien im vergangenen Jahr rund 25 000 Kriegstote gefunden worden, und deren Angehörige konnten Gewissheit über die Schicksale erhalten.

Die Kriegsgräber beschrieb Wingert als „Mahnmale für den Frieden“. Die Arbeit zum Erhalt der Gräber könne auch Annäherung zwischen Völkern bringen, beschrieb der Bildungsreferent weiter, bevor er die Urkunden an die Schüler überreichte.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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