Garrel „Wir sind der Meinung, dass kein Weg daran vorbei geht, eine gemeinsame Lösung mit dem Förderverein zu finden.“ Das teilte die BfG-Fraktion im Gemeinderat am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Hintergrund ist die Entscheidung des Fördervereins der Grundschule Garrel, die Mittagsbetreuung im kommenden Schuljahr nicht mehr anbieten zu können. Begründet wird dieser Schritt mit den Auflagen durch die Corona-Krise und den damit verbundenen Risiken.

Bürgermeister Höffmann habe in der NWZ vom 21. Juli zwar seine Unterstützung zugesagt. Laut BfG wäre aber „nur eine Übergangslösung, erschwerend kommt hinzu, dass im öffentlichen Dienst alle Beschäftigungsverhältnisse ausgeschrieben werden müssen, und das dauert“.

Die BfG sieht die Ganztagsschule als Ziel und versichert: Politik und Verwaltung seien sich der Problematik bewusst, und alle waren und sind im Rahmen der Möglichkeiten stets kompromissbereit. Fraktionen und Verwaltung würden sich um die sächlichen und räumlichen Voraussetzungen für eine Ganztagsschule kümmern, so dass mittelbar eine verlässliche Mittagsbetreuung ermöglicht werde.

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Weiter verweist die BfG auf Zuständigkeiten: „Da die Gemeinde Garrel nur für die sächlichen Kosten und nicht für den pädagogischen Bereich der Grundschule zuständig ist, wurde der Antrag (des Fördervereins auf Einrichtung der Mittagsbetreuung, A. d. R) im Januar 2016 in der entsprechenden Schulausschusssitzung kontrovers diskutiert; denn: Es wurde vom Förderverein darum gebeten, eine Art Hortangebot, vergleichbar mit der Betreuung in Kindertagesstätten, hier aber von der Einschulung bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres, einzurichten. Im Verlauf der genannten Sitzung wurde daher darauf hingewiesen, dass das Land (...) eine Ganztagsschule als künftigen Lern- und Lebensort der Kinder sieht.“

Die BfG stellt klar: „Es war und ist leider nicht Aufgabe einer Kommune, eine Mittagsbetreuung in Schulen anzubieten.“ Die BfG-Fraktion habe dennoch den Antrag des Fördervereins massiv unterstützt, es sei fraktionsübergreifend festgestellt worden, dass „eine langfristige Mittagsbetreuung nur im Zusammenhang mit einer Ganztagsschule gewährleistet sein kann und darf“. Daher wurde beschlossen, dass die Schulleitung einen Antrag auf Errichtung einer Ganztagsschule stellen soll.

Leider sei die Ganztagsschule bis heute noch nicht eingerichtet worden, so dass zuletzt in der Ratssitzung im November 2019 ein höherer Zuschuss für die Mittagsbetreuung bewilligt wurde.

Es sei zudem „nicht zielführend“, betonte die BfG-Fraktion, „Beschwerdebriefe und -anrufe aus der Elternschaft an die Vertreter aus Politik und Verwaltung zu adressieren, da nach unserer Kenntnis sehrwohl Mitglieder oder Personen im Umkreis des Fördervereins bereit wären, diese Mittagsbetreuung fortzuführen.“

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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