Friesoythe Die Sonne kennt kein Erbarmen. Die Arbeit auf dem Dach der Realschule Friesoythe muss schweißtreibend sein. Doch Marko Zillmann scheint diese Hitze nicht viel auszumachen. Der Vorarbeiter der Firma Schneider aus Westerstede saniert mit seinen Kollegen derzeit das 2000 Quadratmeter große Flachdach des Mittelbaus des Gebäudekomplexes an der Dr-Niermann-Straße. Altes Dach runter, neue Abdichtung, neue Dämmung und neue Kiesschicht wieder drauf. Bis zum Ende der Sommerferien sollen die Bauarbeiten beendet und das Dach endlich wieder dicht sein.

„Diese Sanierung wurde auch Zeit und ist energetisch absolut sinnvoll“, sagte Bautechniker Manfred Jakobi vom Bauamt der Stadt Friesoythe und verwies darauf, dass das Dach vor fast 50 Jahren erstellt wurde. Rund 260 000 Euro wird diese Baumaßnahme kosten. Außerdem erhalten einige Klassenräume für 45 000 Euro noch neue Bodenbeläge aus Kautschuk.

Die Realschule ist aber nicht die einzige Schule in städtischer Trägerschaft, in der in den Sommerferien Handwerker statt Schüler und Lehrer zu finden sind. Ein weiteres größeres Bauprojekt wird an der Marienschule umgesetzt. Das Dach des Hauptgebäudes bekommt neue Dachziegel, Dachrinnen und Fallrohre. Kosten: rund 188 000 Euro.

Das dritte bauliche Großprojekt gibt es in Altenoythe. In der Heinrich-von-Oytha-Schule wird der Verwaltungstrakt komplett grundsaniert. Außerdem wird der Chemieraum neu gemacht. Gas-, Wasser- und Stromleitungen werden neu unter die Decke verlegt, so dass die Versorgung der Klassentische künftig von oben und nur noch bei Bedarf über Schwenkarme erfolgt. „Das hat den großen Vorteil“, so Jakobi, „dass der Raum nicht nur für den Chemieunterricht, sondern multifunktional genutzt werden kann.“ In die Oberschule investiert die Stadt Friesoythe rund 170 000 Euro.

Die Ausgaben der drei großen Projekte seien mit rund 478 000 Euro größtenteils durch ein Förderprogramm gedeckt, sagte Jakobi.

Es gibt aber noch einige kleinere Bauprojekte, die in den Sommerferien umgesetzt werden. Die Grundschule Markhausen erhält einen neuen überdachten Fahrradstand (60 000 Euro). Außerdem werden die Toilettenanlagen saniert (30 000 Euro). In der Sporthalle Altenoythe wird die Hallenbeleuchtung für 55 000 Euro auf LED-Technik umgestellt. In der Sporthalle Gehlenberg ebenfalls (Kosten: 24 000 Euro).

Beide Projekte werden durch das Bundesumweltamt gefördert. Aufgrund der hohen Energieersparnis durch die neuen Lampen sind die Kosten in Altenoythe nach vier Jahren aber schon wieder reingeholt, sagte Jakobi. In Gehlenberg seien es acht Jahre.

Die Grundschule Gehlenberg erhält darüber hinaus noch eine Fluchtwegtreppe und bei der Grundschule in Thüle werden Akustikdecken und die Beleuchtung in der Pausenhalle erneuert.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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