Friesoythe „HIV verschwindet aus den Medien. Die Ansteckungszahlen bleiben gleich, obwohl mittlerweile viel mehr über HIV und Aids bekannt ist“, sagt Annika Chmiel vom Gesundheitsamt des Landkreises Cloppenburg. Doch daran möchte das Gesundheitsamt in Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises und der Aids-Hilfe Oldenburg etwas ändern. Ein Mitmach-Parcours soll Jugendliche stärker auf die Gefahren von sexuell übertragbaren Erkrankungen aufmerksam machen.

An dem Parcours nehmen in diesen Tagen rund 400 Schüler der BBS Friesoythe teil. Fünf Stationen, in denen es um Themen wie Verhütung, Diskriminierung von Erkrankten oder Infektionsrisiken geht, sind im Forum am Hansaplatz aufgebaut. Das Besondere: In Friesoythe führen zum ersten Mal Schüler die gleichaltrigen Jugendlichen durch den Parcours. An den BBS in Cloppenburg waren dafür die Lehrer zuständig.

Insgesamt informieren zwölf Schülerinnen der Fachoberschule Gesundheit und Soziales Friesoythe ihre Mitschüler. Seit Beginn des Schuljahres haben sich die Zwölftklässlerinnen zusammen mit den BBS-Lehrern Jutta Göken und Heiner Bahlmann mit dem Thema befasst. Unter ihnen sind auch Jessica Buss und Franziska Siebert, die gemeinsam an der Station „Nasenbärchen“ über Infektionsrisiken aufklären. Dort sind auf zahlreichen Karten Handlungen wie Händeschütteln oder Mund-zu-Mund-Beatmung abgebildet. Die Schüler müssen die Karten einem Infektionsrisiko zuordnen. Rot steht für sehr hohes, gelb für ein geringes und grün für kein Infektionsrisiko.

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Vieles haben die Schüler richtig zugeordnet, nur wenige Karten müssen Jessica und Franziska noch verschieben. Zum Beispiel die zur Mund-zu-Mund-Beatmung. „Es könnte sein, dass der Beatmete eine Wunde im Mund hat, daher besteht hier ein geringes Infektionsrisiko“, erklären beide. Schließlich kann HIV über Körperflüssigkeiten wie das Blut übertragen werden.

An den Stationen wird über viele Themenfelder der Erkrankung gesprochen. Dabei geht es sowohl um den Schutz vor einer Erkrankung, als auch um den Umgang mit einer HIV-Infektion.

Acht Gruppen werden an dem Parcours teilnehmen. Auch im nächstem Jahr soll er wieder stattfinden – ausgerichtet von den jetzigen Elftklässlern der Fachoberschule Gesundheit und Soziales.

NWZonline.de/gesundheit
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