Friesoythe Über 70 Gruppen, Vereine und Verbände sind im Gebiet der Stadt Friesoythe in der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit tätig. Für Betreuer dieser Jugendgruppen gibt es seit einiger Zeit eine besondere Vorgabe: Sie müssen regelmäßig ein Führungszeugnis vorlegen. Damit soll verhindert werden, dass einschlägig vorbestrafte Personen (Stichwort Missbrauch) als Betreuer eingesetzt werden.

Das alles ist im Bundeskinderschutzgesetz klar geregelt. Zuständig für die Umsetzung der Vorgaben ist der Landkreis Cloppenburg. Ansprechpartnerin ist Kreisjugendpflegerin Alexandra Pille, die jetzt gemeinsam mit dem Friesoyther Stadtjugendpfleger Matthias Wekenborg verstärkt auf dieses Thema aufmerksam machen möchte. „Um Kinder wirksam zu schützen, ist es neben der Vorlage von Führungszeugnissen fast noch wichtiger, die ehrenamtlichen Betreuer gut auszubilden und sensibel für das Thema Kinderschutz zu machen“, so der Stadtjugendpfleger. Die beiden laden daher alle Ehrenamtlichen aus Jugendgruppen, Vereinen und Verbänden zu einer kostenlosen Informationsveranstaltung ein, die am Montag, 18. März, um 19.30 Uhr im Jugendzentrum Wasserturm stattfindet.

Die meisten Gruppen und Vereine würden die Vorgaben des Bundeskinderschutzgesetzes bereits erfüllen, sagt Wekenborg. Sie würden zum Beispiel regelmäßig durch ihre Beauftragten die Führungszeugnisse von Betreuern einsehen lassen. Auch wenn Ehrenämter in den Vorständen wechseln, ist die kontinuierliche Beachtung der gesetzlichen Vorgaben stets neu in den Blick zu nehmen.

Für viele Ehrenamtliche in der Betreuung und in Vorständen stünde die Frage an, was zu tun sei, wenn dann doch einmal ein Verdacht auf eine Gefährdung des Kindeswohls vorliege – sei es gegenüber Betreuern oder dem familiären Umfeld des Kindes. Hier soll es professionelle Hilfe und feste Ansprechpartner (Pille und Wekenborg) geben. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Friesoythe steht daher unter Beteiligung der Erziehungsberatungsstelle der Stiftung Edith Stein in Cloppenburg das Verfahren, wie Ehrenamtliche die Beratung durch erfahrene Fachkräfte in Anspruch nehmen können. Wekenborg: „Dadurch soll auch die Hemmschwelle abgebaut werden, sich im Verdachtsfall qualifizierte fachliche Beratung einzuholen.“

Eine Anmeldung wird bei der Kreisjugendpflege unter Telefon  04471/15218 oder pille@lkclp.de und bei der Stadtjugendpflege Friesoythe unter Telefon  04491/1633 oder jugendpflege@friesoythe.de erbeten. Hier können auch Fragen im Vorfeld geklärt oder weitere Infos eingeholt werden.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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