Friesoythe Die Grundschule Hohefeld ist ab Sommer 2020 Geschichte. Schon im kommenden Schuljahr wird es dort keine Klassen eins bis drei mehr geben. Nur die Schüler der vierten Klasse werden dort noch ausnahmsweise ein Jahr lang unterrichtet. Doch danach ist Schluss. Die Grundschüler aus Hohefeld werden künftig in der Gerbert-Schule unterrichtet. Gleichzeitig ist die Grundschule an der Schulstraße aber jetzt schon zu klein und soll in den nächsten Jahren (2022/2023) in ein komplett neues Schulgebäude ziehen.

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Das ist alles soweit bekannt – und ein Neubau durch den Stadtrat bereits im Juni 2018 auch mehrheitlich beschlossen. Der SPD-Fraktion im Friesoyther Rat gehen die bereits gefassten Entscheidungen aber nicht weit genug. Den Fraktionsmitgliedern fehlt ein klarstellender Beschluss zur Neukonzeption der Schullandschaft in Altenoythe. Bislang gebe es nämlich keinen konkreten Hinweis darauf, dass die Grundschule Hohefeld tatsächlich für immer geschlossen werde. Zwar gebe es durch die ausbleibenden Anmeldungen einen Elternwillen, der sich gegen Hohefeld ausspreche, doch es fehle in den Beschlüssen die Deutlichkeit, dass die neue Schule gleichzeitig auch die neue Schule für Kinder aus Hohefeld sei.

In der Tat wurde vor einem Jahr der Neubau einer Grundschule in Altenoythe beschlossen, doch die CDU/FDP-Fraktion ließ den Zusatz „Zudem wird der Einzugsbereich der Gerbert-Schule mit Fertigstellung des Grundschulneubaus um den Schulbezirk der Grundschule Hohefeld erweitert“ aus dem Beschluss streichen.

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Die SPD beantragte daher jetzt, einen entsprechenden Zusatz wieder mit aufzunehmen. „Hohefeld hat sich erledigt, leider nicht durch einen politischen Beschluss, sondern durch die Eltern, die ein klares Votum abgegeben haben. Wir sollten in unserem Beschluss konkret zeigen, wie es in Altenoythe weitergeht“, sagte SPD-Ratsherr Heinz Lübbers auf der Ratssitzung am Mittwochabend im Rathaus. Doch von Seiten der CDU/FDP-Fraktion gab es nur den Hinweis, dass der Antrag der SPD überflüssig sei.

Dr. Matthias Lamping (CDU) brachte dann noch ins Spiel, dass man doch die Räumlichkeiten der Grundschule Hohefeld nutzen könne, um der Raumnot an der Gerbert-Schule bis zur Fertigstellung des Neubaus zu begegnen. Dann müsse man nicht auf eine kostspielige Containerlösung zurückgreifen. „Die Gebäudesubstanz erlaubt keinen weiteren Schulbetrieb“, entgegnete SPD-Ratsherr Eike Baran. Ähnlich sah das auch Erste Stadträtin Heidrun Hamjediers. Da allerdings von der Schulleitung auch keine Container als Übergangslösung gewollt seien, werde sie das Gespräch mit den Schulen suchen.

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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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