Friesoythe Er selber habe sich nie nach einem sicheren Hafen gesehnt, er sei eher ein Nomade, der immer weiter ziehe. Doch jetzt ist die Zeit für Veränderungen für Dr. Jens-Peter Green (65) aus Oldenburg vorbei – zumindest beruflich. Denn am Donnerstag ist der Schulleiter des Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG) Friesoythe im Forum am Hansaplatz (Hansaplatz 11) offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden.

In den vergangenen drei Jahren war Green für das Friesoyther Gymnasium verantwortlich. „Es waren drei gute Jahre“, wie der scheidende Schulleiter beim Abschied betonte. Gemeinsam mit seinen Kollegen, die „mehr geleistet haben als gefordert“, habe man viel im schulischen Bereich erreichen können. Für ihn sei es selbstverständlich gewesen, auch seine letzte berufliche Station engagiert anzugehen. Green: „Langweilig wurde mir hier nie.“

Das konnte der stellvertretende Schulleiter Heinrich Stolte in seiner Dankesrede nur bestätigen. „Wer dachte, dass er hier nur seine Zeit bis zur Pensionierung absitzen wollte, hatte sich gewaltig getäuscht“, so Stolte. Vom ersten bis zum letzten Tag habe Green hohes Pflichtbewusstsein bewiesen.

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Weshalb sich Green eher als Nomade sehe, wurde deutlich, als Christoph Schüring, Dezernent der Niedersächsischen Landesschulbehörde, ans Rednerpult trat und von einer für Lehrer eher „ungewöhnlichen Vielfalt in der Biografie“ sprach. Würde die Personalakte eines Lehrers bis zu Beginn der Pensionierung für gewöhnlich ein, maximal zwei Akten füllen, seien es bei Jens-Peter Green fünf Akten, deren Inhalt ihm „vorzügliche Arbeit“ attestiere. Schüring zählte dann die Stationen von Greens Wirken auf. Dazu gehörten unter anderem Engagements bei der Uni Vechta und beim Antonianum in Vechta Ende der 1970er Jahre, ein dreijähriger Auslandaufenthalt in den USA von 1987 bis 1990, die Leitung des Alten Gymnasiums Oldenburg ab 1993 sowie seine Dienstzeit in Hongkong, wo er ab 2004 acht Jahre lang die Internationale Deutsch-Schweizerische Schule geleitet hatte. 2012 dann der Wechsel ans AMG Friesoythe.

„Er hat Schule nie verwaltet, sondern gestaltet“, lobte der Dezernent. Die Schüler hätten ihm stets mit all ihren Sorgen und Nöten am Herzen gelegen. Daher sei es Schüring eine große Freude, die „herausragende Lebensleistung“ von Green am Ende seiner Dienstzeit zu würdigen.

„Sie haben in den drei Jahren großes Engagement für die Schule gezeigt und den Schülern eine gute gymnasiale Ausbildung ermöglicht“, dankte der stellvertretende Landrat Hartmut Frerichs für Greens „erfolgreiches Wirken“.

Zum Abschied gab es für Dr. Jens-Peter Green und seine Ehefrau Hanna viele Geschenke. Ein besonderes Präsent hatte die Klasse 6a vorbereitet. Sie malten auf mehreren großen Puzzleteilen alle wichtigen Stationen Greens auf, die sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen lassen.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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