Friesoythe „Wir sind an einem Punkt, an dem wir den Knoten durchschlagen müssen.“ Schließlich habe man sich intensiv mit der Raumplanung befasst, sagte Bürgermeister Sven Stratmann auf der Sitzung des Schulausschusses am Mittwochabend im Rathaus am Stadtpark. Gemeint war die Raumsituation am Schulstandort Dr.-Niermann-Straße in Friesoythe.

Wie berichtet soll in das Schulgebäude, in dem derzeit die Realschule sowie Außenstellen der Ludgeri-Schule und der Berufsbildenden Schulen (BBS) untergebracht sind, künftig die Ludgeri-Schule komplett mit einziehen. Die BBS hingegen wird ausziehen.

Die Grundschule soll – wie mehrfach berichtet – den Gebäudeteil entlang des Großen Kamp Ost beziehen. Außerdem sollen beide Gebäudekomplexe durch einen Zwischenbau, der von beiden Schulen als Mensa genutzt werden soll, verbunden werden.

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Ein Arbeitskreis war monatelang damit beschäftigt, ein Raumkonzept zu erstellen, mit dem die Realschule und die Grundschule gleichermaßen zufrieden sind. Wie aus der Sitzungsvorlage ersichtlich wird, ist das Kollegium der Realschule noch nicht ganz glücklich mit der Ausarbeitung. Es wird bemängelt, dass die Raumsituation nach dem Umbau den Anforderungen der Realschule nicht gerecht werde. Im Grunde geht es aber nur noch um einen Raum, den die Realschule gerne dazu haben möchte, die Ludgeri-Schule diesen aber nicht abgeben möchte.

Bürgermeister Stratmann betonte, dass die Realschule auch nach dem Umbau im Vergleich zu anderen städtischen Schulen noch gut dastehen würde. Daher habe die Stadtverwaltung auch einen Beschlussvorschlag erarbeitet, der die Planung jetzt als verbindlich festlegt und die Baugenehmigung beantragt werden kann.

„Wir haben lang und breit über das Thema diskutiert und sollten diesen Beschluss fassen“, sagte SPD-Ratsfrau Melanie Buhr. Das sah CDU-Ratsfrau Silke Diekhaus auch so und ergänzte, dass sich das Raumkonzept erst einmal in der Praxis bewähren solle. Wenn man dann merke, dass etwas nicht stimme, könne man ja nachjustieren.

Gegen die Stimme von SPD-Ratsherrn Hubert Schrand, der sich eine Lösung bei dem Raumproblem pro Realschule gewünscht hätte, wurde dem Beschlussvorschlag zugestimmt. „Hoffentlich haben wir die Kuh jetzt vom Eis“, merkte Ausschussvorsitzender Wilhelm Bohnstengel am Ende der Debatte an.

Wie die Stadtverwaltung bekannt gab, könne in einem Jahr mit dem Anbau und Umbau begonnen werden. Arbeiten im Außenbereich und nicht genehmigungsfähige Umbauarbeiten im Bestand könnten aber schon vorher starten. Der Umzug der Ludgeri-Schule von der Barßeler Straße in den neuen Gebäudekomplex sei für 2022 geplant.

4,9 Millionen Euro sind für die Baumaßnahme veranschlagt. 2,5 Millionen Euro muss die Stadt Friesoythe selbst aufbringen, 2,4 Millionen Euro sollen nach ersten Berechnungen aus der Kreisschulbaukasse fließen. Nicht in den Kosten enthalten ist eine geplante Überdachung zwischen dem Mittelbau und dem Realschulkomplex.

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Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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