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Friesoythe Theater. Schauspiel. Improvisation. Drama. Komödie. Das sind elementare Teile seines Lebens. Doch das Rampenlicht ist so gar nicht seine Sache. Er steht lieber im Schatten der Scheinwerfer und überlässt seinen Schülern die große Bühne und den Applaus. So ist es schon immer gewesen mit dem Lehrer für Darstellendes Spiel und Leiter der Theater-AG des Friesoyther Albertus-Magnus-Gymnasiums (AMG). Doch am Donnerstag drehte sich alles nur um ihn – um Peter Langer.

Der 66-jährige Friesoyther geht in den Ruhestand, und für den letzten Akt seiner Lehrerlaufbahn bereiteten ihm die Schüler und Kollegen im Forum am Hansaplatz eine große Show. Klar, feierliche Abschiedsworte gehörten dazu. Doch in den Mittelpunkt des Geschehens wurde – wie könnte es anders sein – das Theaterspiel gerückt. Erst ein ernstes Stück über Ausgrenzung, dann ein Sketch, den die Theaterschüler auf ihren Mentor geschrieben haben.

Welchen Eindruck Peter Langer, der seit 1983 am AMG unterrichtete, bei seiner Schülerschaft hinterlassen hat, brachte eine mediale Show bestens zum Ausdruck. Langers Kollege Thorsten Schimschal hatte dazu Fotos und Videobotschaften aktueller und ehemaliger Schüler zusammengetragen. Niklas Reinken zum Beispiel drückte aus, was wohl viele von Langers Schülern sofort unterschreiben würden: „Die Zeit in der Theater-AG waren die schönsten Stunden meiner Schulzeit. Und durch dich bin ich viel selbstbewusster geworden. Und ich glaube, du kannst stolz darauf sein, wie positiv du das Leben vieler Schülerinnen und Schüler beeinflusst hast. Danke für dein Herzblut und deine Arbeit.“

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Aber auch seine Kollegen brachten zum Ausdruck, mit welch besonderem Menschen sie zusammengearbeitet haben. „Du wirst eine gewaltige, schmerzliche Lücke hinterlassen“, sagte etwa Schimschal in seiner Ansprache. Der „Dandy des Deutschunterrichts“ und „Titan der Theater-AG“ sei immer herzensgut und hilfsbereit, und man bedaure seinen Abgang sehr.

„Hier verabschiedet dich heute nicht in erster Linie dein Dienstvorgesetzter, sondern dein ehemaliger Schüler, der dir heute sagen möchte, wie dankbar er dir ist“, sagte Schulleiter Peter Stelter. Er sei in dem Jahr auf das Gymnasium gekommen, als Peter Langer seinen Dienst in Friesoythe antrat. „Ich bin einfach nur traurig, und das soll ruhig jeder wissen, weil ich weiß, wie sehr wir – die Schülerinnen und Schüler und die Kolleginnen und Kollegen und ich ganz persönlich – dich in Darstellendem Spiel, Deutsch und Englisch vermissen werden, und weil ich mit dir als Lehrer viele kleine, aber dennoch prägende Erlebnisse verbinde“, sagte Stelter.

So erinnere er sich noch gerne an ein BAP-Konzert, das er und einige Mitschüler mit ihrem Lehrer Langer 1986 besucht hatten. „Wir haben dich damals bewundert, den Lehrer Langer, der mit uns auf ein Konzert ging. Und wir wollten ein bisschen sein wie du“, sagte der heutige Schulleiter und schob nach: „Irgendwie bin ich auch ein bisschen deinetwegen Lehrer geworden.“ Stelter hob den erfrischenden Geist und den pädagogischen Esprit von Langer hervor, der an der Schule als motivierender Maßstab fortleben werde, denn „ein Peter Langer geht niemals so ganz. Irgendwas von ihm bleibt hier. Und es hat seinen Platz immer bei uns.“

Peter Langer selbst zeigte sich gerührt von den vielen schönen Worten, bedankte sich höflich und trat in seiner von ihm bekannten Bescheidenheit ab von der großen Bühne, die man ihm zu Ehren bereitet hatte.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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