FRIESOYTHE Vor sechs Jahren hatten die Mütter zum ersten Mal eingeladen. Das Interesse war riesengroß. Am Sonnabend, 5. April, 13.30 bis 15.30 Uhr, bitten die Mütter nun erneut zum Flohmarkt für Kindersachen in die Aula der Hauptschule Altenoythe. Doch handelt es sich nicht um irgendeinen Flohmarkt. Die veranstaltenden Frauen sind allesamt Mütter von Zwillingen. Und so kommt auf dem von ihnen initiierten Flohmarkt größtenteils Zwillingsbedarf zum Verkauf.

Rita Timmermann aus Altenoythe ist eine der Frauen, die sich bereits seit Jahren engagieren. Die Mutter der Zwillinge Anna und Nina, beide neun Jahre alt:: „Wenn man die Kinder mit den gleichen Bekleidungsstücken versorgen will, stößt man auf ungeahnte Probleme. Entweder sind gleiche Klamotten nicht zu erhalten oder sie sind sehr teuer.“ Das sehen auch die anderen Frauen so, die sich für den Flohmarkt engagieren. Brigitte Baumann aus Lohe ist Mutter von Jan und Timm (9): „Es handelt sich um den einzigen Flohmarkt für Zwillingsbedarf in Norddeutschland. Entsprechend groß ist auch immer die Nachfrage.“ So kamen zu den letzten Flohmärkten jeweils rund 1000 Besucher in die Altenoyther Hauptschule.

Auch Gunda Fortwengel aus Sedelsberg mit den Zwillingen Hanna und Lena (11), Conny Hermes aus Strücklingen mit Marlon und Tilo (6), Thea Budde aus Neuscharrel mit Lena und Anna (11), Monika Fennen aus Altenoythe mit Sabrina und Sandra (9) und Meike Fricke aus Elisabethfehn mit Arne und Ole (3) gehören zum aktiven Organisationsteam der Gruppe. Sie veranstalten jeweils im Frühjahr und im Herbst einen Flohmarkt für Zwillingsbedarf. Jetzt steht die zwölfte Veranstaltung dieser Art auf dem Terminkalender. Eine eigene Abteilung des Flohmarktes bietet zudem Nützliches für Einzelkinder.

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Woher stammen die Kinderwagen, Kleidungsstücke oder Spielsachen für Zwillinge? Rita Timmermann: „Viele Mütter bringen uns die Sachen für den Verkauf. Später bekommen sie den erzielten Verkaufspreis, abzüglich einer kleinen Provision, die wir für die Organisation des Flohmarktes benötigen. Wir wollen damit kein Geld verdienen, sondern den Müttern helfen.“ Es sind stets bis zu 50 Mütter, die den Flohmarkt mit ihren Waren beliefern.

Außerdem dient der Flohmarkt dem Gedanken- und Informationsaustausch. In der Cafeteria der Hauptschule bietet der Förderverein der Schule Kaffee und Kuchen an.

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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