Bösel Einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kriegsgräber haben 34 Schüler der achten und neunten Klassen der Oberschule Bösel geleistet. Die Jugendlichen waren in der Gemeinde Bösel unterwegs und sammelten Spenden. Dafür sprachen ihnen Evelyn Kremer-Taudien, Geschäftsführerin des Bezirksverbandes Weser-Ems, und Herbert Bley, Vorsitzender des Ortsverbandes Bösel des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, am Mittwochvormittag ihren Dank aus und ehrten die Schüler mit einer Urkunde.

Volksbund Kriegsgräberfürsorge

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kümmert sich um die Erhaltung der Kriegsgräber als Mahnstätten, aber auch als Ort der kulturellen Begegnung.

860 000 Opfer wurden in Osteuropa seit Öffnung des Eisernen Vorhangs (1991) geborgen und identifiziert.

30 000 Tote werden pro Jahr durch den Volksbund geborgen.

30 000 Anfragen von Verwandten erhält der Volksbund jedes Jahr.

„Ihr lebt in einer Demokratie, in der Werte wie Meinungsfreiheit herrschen und müsst keine Angst haben, dass Bomben auf eure Häuser fallen. Das ist nicht überall auf der Welt so und ist auch in Deutschland erst seit 70 Jahren der Fall“, erinnerte Bley die Schüler, die für die Aktion rund drei Wochen lang an Nachmittagen und Wochenenden unterwegs waren.

Henning Conrads war zum dritten Mal dabei: „Meist waren die Leute sehr freundlich, lediglich einige Jüngere konnten mit der Aktion nichts anfangen“, sagte der 16-Jährige aus der Klasse 9 ORa. Auch seine Mitschülerin Lea-Sophie Seppel findet es „wichtig, etwas für den guten Zweck zu tun und sich zu erinnern“.

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Rund 2600 Euro haben die Böseler insgesamt gespendet: „Das zeigt, dass ihr den Menschen das Thema sehr überzeugend dargestellt habt“, lobte Kremer-Taudien die Jugendlichen. Von der Summe könnten beispielsweise 250 kleine Holzsärge und 50 Baggerstunden zur Aushebung von neu gefundenen Gräbern finanziert werden.

Beim Sammeln wurde den Schülern großes Vertrauen entgegengebracht. Sie erhielten keine verplombten Dosen, sondern Säcke, in denen sie das Geld aufbewahrten. „Ich habe vollstes Vertrauen in die Jugendlichen und es ist auch wichtig, ihnen diese Eigenverantwortung zu übergeben“, sagte Kremer-Taudien. Weiterer Vorteil zur Spendendose sei, dass die Schüler Geld wechseln könnten. Auf Listen trugen die Spender ihre Namen und Spendenbeträge ein.

Auch Schulleiterin Dorothea Kuhlmann-Arends ist dankbar für solche Aktionen: „Das Thema wird auf eine andere Art und Weise als im Unterricht behandelt und die Schüler können eigene Erfahrungen sammeln.“

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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