Cloppenburg Eine ganzheitliche Gewaltprävention an den Cloppenburger Grundschulen fordert die Gruppe „Sozialliberales Cloppenburg“ im Stadtrat. Das schreibt die Gruppe in einer Pressemitteilung. Die Sozialliberalen haben Kontakt zu Schulleiter und Lehrervertreter Ingo Götting aufgenommen, und um fachliche Unterstützung für ihr Vorhaben gebeten. „Wir werden nun die Rahmenbedingungen erarbeiten und abstecken sowie weitere Informationen mittels schriftlicher Eingabe an die Stadt anfordern, bevor wir dann einen entsprechenden Antrag auf den Weg bringen“, heißt es von den Cloppenburger Politikern.

Kinder, die wüssten, wie sie sich in unsicheren Situationen verhalten können, gingen gestärkt durchs Leben. An den Grundschulen in Cloppenburg gibt es dazu unterschiedliche Projekte, sagt die Gruppe. Mit „Mein Körper gehört mir“ vermittelten zum Beispiel die Theaterpädagogische Werkstatt aktuell in den vierten Klassen einiger Grundschulen entsprechende Strategien, um unter anderem auch die Sozialkompetenz der Schüler zu stärken. Die Kinder sollen lernen, ihren Nein-Gefühlen uneingeschränkt zu vertrauen, anderen von ihnen zu erzählen und sich Hilfe zu holen, sagen die Sozialliberalen.

„Wir wollen genau hieran anschließen und ein ganzheitliches Konzept mit theoretischen und praktischen Anteilen in Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für unsere Grundschulen auf den Weg bringen, so dass regelmäßige und einheitliche Trainings stattfinden können“, sagt Ratsherr Bernd Pauly. Der Cloppenburger Polizeibeamte hat als Trainer für Selbstbehauptung und -verteidigung und Mitglied des Präventionsteams jahrelang entsprechende Trainings nach den Standards des LKA Niedersachsen an Grundschulen im Landkreis Cloppenburg durchgeführt und weiß um deren Notwendigkeit.

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„Die Nachfrage ist groß, und es ist ein tolles Gefühl, wenn Kinder, die zuvor eher schüchtern und ängstlich waren, plötzlich laut schreien können, mutig sind und selbstbewusst auftreten, denn genau das ist Sinn und Zweck dieser Trainings“, sagt Pauly und fügt hinzu, dass nur langfristige Präventionsstrategien und begleitende Lehrkräftearbeit erfolgversprechend seien und daher auch eine engefachliche Zusammenarbeit mit den Schulsozialarbeitern angestrebt werde.

Ratsherr Rolf Bornemann ist von einem ganzheitlichen Konzept überzeugt. Er sagt: „Unseren Kindern bereits in der Grundschule notwendige und erforderliche Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen ist sehr wichtig, es schult sie bereits in jungen Jahren. Denn Selbstbehauptung betrifft alle Bereiche des Alltags und setzt weit vor dem Abwehren von Übergriffen ein. Selbstbehauptung führt zu Selbstsicherheit.“

„Ein Kind, das selbstbewusst auftritt, das sagt, was es will und was nicht, ist für den Umgang mit fremden Menschen gut gerüstet. Es passt nicht in die Rolle des potenziellen Opfers“, findet Fraktionschef Christian Albers. Erforderliche und freiwillige Mittel aus dem Haushalt der Stadt müssten in die Gewaltprävention investiert werden, finden die drei Ratsherren.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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