Cloppenburg Zum neuen Betreuungsjahr, das am 1. August beginnt, sollen mit Stand 29. März in der Stadt Cloppenburg insgesamt 165 Betreuungsplätze fehlen. Diese Zahl präsentierte Jutta Klaus von der UWG in der Ratssitzung am Montag. Auf der Tagesordnung ging es unter anderem darum, die Parameter für die Bedarfsplanung der Kinderbetreuung in der Stadt anzupassen. Diese wurden einstimmig beschlossen.

Die UWG-Fraktionschefin präsentierte die aktuellen Zahlen, die auf der Grundlage der Anmeldungen über die Online-Plattform „Little Bird“ eingegangen waren, um den „Ernst der Lage zu verdeutlichen“, so Klaus. Die UWG werde den in der Beschlussvorlage erarbeiten Parametern zustimmen, die Entwicklung in der Stadt allerdings im Auge behalten, so Klaus. Denn: „Die Zahlen sprechen deutliche Worte, wir sind mit dem Ausbau der Betreuung einfach zu spät angefangen.“

„Wir sind eine junge Stadt, in der viele Kinder geboren werden. Es liegt an uns, gute Rahmenbedingungen zu schaffen für die Familien. Damit sie hier gut leben und arbeiten können“, appellierte Klaus. „Die Zahlen gehen von einer 100-Prozent-Betreuung aus. Der Betreuungsgrad hier liegt aber darunter“, relativierte Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU) die vorgestellten Zahlen.

Die Verwaltung ging im Januar davon aus, dass laut der Anmeldezahlen im Bereich Krippe 32 Vormittags- und zwei Ganztagsplätze zusätzlich benötigt würden. Im Bereich Kindergarten würden 14 Vormittags-, sechs Ganztags- und ein Nachmittagsplatz zusätzlich benötigt.

Man habe das Thema erkannt und tue einiges, sagte Wiese weiter. Durch den Umzug der Kita „Du und Ich“ in neue Räumlichkeiten könnten die bisherigen Räume im Pfarrheim St. Andreas weiter genutzt werden, um so zusätzliche Betreuungsplätze zu schaffen, sagte Wiese. Zudem seien Integrationsgruppen in Zusammenarbeit mit der Caritas geplant. Auch die Nutzung weiterer Räumlichkeiten wie an der Wallschule habe die Verwaltung „im Köcher“, führte der Bürgermeister aus.

Der Rat legte mit dem Beschluss fest, dass von den derzeit 621 Vormittags- und 225 Nachmittagsplätzen in der Kindergartenbetreuung 97 Vormittags- und 51 Nachmittagsplätze eingespart werden können. Nach den nun beschlossenen Parametern fehlen rechnerisch 264 Ganztagsplätze im Kindergarten. Das bedeutet, dass elf Gruppen geschaffen werden müssen. Bei den Krippen fehlen 26 Plätze, und es müssten noch zwei Gruppen geschaffen werden. Im Krippen-Ganztagsbereich müssten noch 113 Plätze geschaffen werden. Dies entspricht acht Gruppen.

Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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