Cloppenburg Dort, wo die Hilfestellung der Lehrkräfte den Rand der Möglichkeiten erreicht, setzt ihre Arbeit an: Miriam Schmitz ist seit diesem Schuljahr Schulsozialarbeiterin am Clemens-August-Gymnasium (CAG). Vor zwei Jahren entschied die Landesschulbehörde, dass Sozialarbeiter künftig auch an Gymnasien eingesetzt werden. Schulleiterin Annette Ovelgönne-Jansen begrüßt diese Neuerung sehr und freut sich über die personelle Unterstützung.

„Viele Leute denken, ein Schulsozialarbeiter kommt erst dann, wenn es schon brennt und das Schulleben nicht mehr läuft. Aber bei uns herrscht ein guter Ton. Unser Bestreben ist, dass das auch künftig so bleibt und vielleicht sogar noch besser wird. Es ist eher eine präventive Maßnahme“, sagte Ovelgönne-Jansen bei einem Pressetermin am Donnerstag.

Das Sozialarbeiter nicht mehr nur in Haupt- oder Realschulen eingesetzt werden, entschied die Landesschulbehörde vor zwei Jahren. Denn auch an Gymnasien herrsche nicht mehr nur heile Welt, sagt die CAG-Schulleiterin. Da aber nicht für alle Gymnasien direkt Fachpersonal zur Verfügung stand, entschied die Landesschulbehörde, Brennpunkt- und schülerstarke Schulen zuerst zu unterstützen. Aufs CAG gehen momentan 1304 Schüler, aufgeteilt auf die Klassen fünf bis 13. Damit gehört das Gymnasium zu den größten in Niedersachsen.

Als eine von fünf Bewerbern ist Miriam Schmitz schließlich von der Landesschulbehörde ausgewählt und zum Vorstellungsgespräch ans CAG geschickt worden. Die Wahl auf die 24-Jährige sei einstimmig gewesen, betonte Ovelgönne-Jansen. Zuvor arbeitete Schmitz, die in Vechta Soziale Arbeit studiert hat, in befristeter Anstellung als Schulsozialarbeiterin an den BBS am Museumsdorf.

Auf die Aufgaben am CAG freut sie sich. „Es ist noch mal was anderes, auch mit jüngeren Schülern zu arbeiten. Außerdem ist die Betreuung hier viel intensiver, da ich die Schüler von der fünften bis zur 13. Klasse begleiten kann.“ An ihrem Beruf reizt sie besonders, dass kein Tag wie der andere ist. Jeden Tag erwarten Schmitz neue Aufgaben und Herausforderungen.

Ein Gespräch mit der Schulsozialarbeiterin können Schüler freiwillig führen. Schmitz ist Ansprechpartnerin, wenn es zum Beispiel um Mobbing und Schulprobleme geht, aber auch bei Themen wie häuslicher Gewalt, psychischen Problemen (Selbstverletzung, Essstörungen oder Suizidgedanken), Suchtproblemen oder Schwangerschaften. Als Vertrauensperson unterliegt sie der Schweigepflicht.

Schmitz’ Arbeitszeiten liegen wochentags zwischen 7.30 und 16.30 Uhr, freitags arbeitet sie bis 15.30 Uhr. Diese Zeit nutzt sie außerdem für wichtige Netzwerkarbeit mit Beratungsstellen und dem Jugendamt oder begleitet schulische Nachmittagsangebote und unterstützt die Streitschlichter und den Schulsanitätsdienst. „Meine Stelle lebt einfach von meiner Bekanntheit. Die Schüler müssen mein Gesicht kennen und mir vertrauen.“

Svenja Gabriel-Jürgens Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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