Bösel Poliomyelitis, auch Polio oder Kinderlähmung genannt, ist eine Viruserkrankung, die in schweren Fällen Lähmungen verursacht. In Deutschland und nahezu der ganzen Welt gilt die Krankheit dank konsequenter Impfung als bekämpft. In drei Ländern aber noch nicht: Afghanistan, Pakistan und Nigeria. Die Oberschule Bösel hat sich die weltweite Bekämpfung von Polio auf die Fahne geschrieben und eine Aktion ins Leben gerufen.

Die Schüler sammeln seit einiger Zeit Plastikdeckel, die später an eine Recyclingfirma verkauft werden sollen. Mit dem Erlös soll der Verein „Deckel-drauf“ unterstützt werden, der wiederum die weltweite Kampagne „End Polio Now“ unterstützt. Ziel der Kampagne von Urheber Rotary International ist es, dass jedes Kind die Möglichkeit einer Impfung erhält und kein Kind mehr an der unheilbaren Krankheit Polio erkrankt.

Bis heute haben die Schüler gemeinsam mit ihrer Projektleiterin Birgit Lamping 17 927 Deckel gesammelt. 500 Deckel sind soviel Wert wie eine Impfung, die rund 30 bis 40 Cent kostet. Die Oberschüler haben es also bis jetzt schon geschafft, dass 36 Kinder gegen Polio geimpft werden können.

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Über die Aktion an der Böseler Schule informierte sich am Montag Claus-Peter Poppe, Präsident des Rotary Clubs Cloppenburg-Quakenbrück. Er war begeistert vom Engagement der jungen Leuten. „End Polio Now“ sei einer der zentralen Aufgaben der Rotary-Organisation. „Ihr macht etwas mit weltweiter Wirkung und seid ein Teil einer weltweiten Bewegung“, lobte Poppe die Schüler. Er zeigte sich erfreut darüber, dass die Sammelaktion an der Schule sehr präsent sei, nicht zuletzt durch die gut platzierte gläserne Sammelbox für die Deckel. Der Rotary-Präsident überreichte der Schule zudem eine Spende in Höhe von 150 Euro, mit der der Gesamterlös aufgestockt wird.

„Ich finde es großartig, was die Schüler machen“, sagte Schulleiterin Dorothea Kuhlmann-Arends. Es sei schön zu sehen, dass die Schüler auch über den Tellerrand hinausschauen würden. Gleichzeitig dankte sie Claus-Peter Poppe für seinen Besuch und versicherte, dass die Deckel-Sammelaktion nicht einschlafen werde.

Dafür werden die Schüler auch schon allein sorgen. Schülerpaten und Schülervertretung kümmern sich zusammen mit Lehrerin Lamping um das Projekt. Kürzlich wurde zum Beispiel ein Schätzspiel organisiert, bei dem Schüler die Zahl der bisher gesammelten Deckel, die sich im Glaskasten befanden, erahnen sollten. Es waren 14 753. Am besten geschätzt hatten Kristina First (sie schätzte 14 870 Deckel), Jette Meyer (14 900) und Merle Oltmann (14548). Sie bekamen am Montag von den Schülersprechern Adrian Kleymann und Peter Wendeln Preise überreicht.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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