Bösel Im vergangenen Jahr gab es für Eltern, deren Kinder zwischen dem 1. Juli und dem 30. September das sechste Lebensjahr erreichen, erstmals die Möglichkeit, Kinder freiwillig um ein Jahr zurückzustellen. In Bösel wird davon zunehmend Gebrauch gemacht.

Die Schulpflicht beginnt jeweils zum 1. August des Jahres für alle Kinder, die bis zum 30. September sechs werden. Entscheiden Eltern, dass ihr Kind ein Jahr später eingeschult wird, müssen sie dies der Schule schriftlich mitteilen. Der Stichtag dafür ist der 1. Mai – bis Mittwoch können sich Eltern also noch entscheiden, ob sie ihre Kinder, deren Geburtstag in den entsprechenden Zeitraum fällt, für dieses Schuljahr zurückstellen. Wer sein Kind zurückstellt, muss es für das nächste Schuljahr erneut anmelden.

Im vergangenen Jahr wurden an der St.-Martin-Schule Bösel sechs Kinder von der Einschulung zurückgestellt. „Die Regelung war noch nicht so publik“, erklärt Schulleiterin Rita Schorling. Da das Gesetz eher kurzfristig beschlossen worden war, seien die Auswirkungen noch nicht so deutlich gewesen.

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Das hat sich nun geändert: 17 Kinder wurden bisher von der Einschulung zurückgestellt. „In diesem Jahr fehlt eine Klasse.“ Die Entwicklung sieht Schorling recht entspannt. „Das wird sich in den folgenden Jahren relativieren.“ Die fehlende Klasse wird dann im nächsten Jahr eingeschult. Sie geht davon aus, dass Eltern auch künftig von dem Gesetz Gebrauch machen werden und ihre Kinder zurückstellen. Dadurch pendeln sich die Zahlen langfristig wieder ein. „Das bereitet uns kein Kopfzerbrechen.“

Das neue Gesetz begrüßt Schorling. „Ich bin ein großer Freund der späten Einschulung.“ Die Kinder seien „robuster und selbstbewusster“.

Bei der Grundschule Petersdorf haben bisher keine Eltern ihre Kinder zurückgestellt, weder 2018, noch in diesem Jahr.

Nicht nur das Zurückstellenlassen, auch frühere Einschulungen sind möglich. Für Kinder, die am oder nach dem 1. Oktober 2020 sechs werden, können Eltern einen Antrag stellen, dass sie bereits zum Schuljahr 2020/21 aufgenommen werden. Voraussetzung dafür ist nicht nur die „körperliche und geistige Schulfähigkeit“ wie es heißt, sondern auch, dass das soziale Verhalten ausreichend entwickelt ist. Den Antrag sollten Eltern vor den Osterferien 2020 bei den Grundschulen einreichen. Werden die Kinder aufgenommen, sind sie schulpflichtig. Die Anmeldetermine für das Schuljahr 2020/21 sind in der St.-Martin-Schule Bösel zwischen Montag, 6. Mai, und Donnerstag, 9. Mai, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr. Dafür wird das Stammbuch bzw. die Geburtsurkunde benötigt. In der Grundschule Petersdorf sind die Termine am Montag und Dienstag, 27. und 28. Mai. Die Eltern werden vorher benachrichtigt.

Manuela Wolbers Redakteurin / Online-Redaktion Ostfriesland
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