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Bösel Zukunft trifft Vergangenheit: Was könnten die Jugendlichen denken, die auf dem Werbeplakat der Hitlerjugend zu sehen sind? Kristina First (15) zieht eine Sprechblase auf das Bild und lässt ihren Gedanken freien Lauf. Auf dem Bild daneben füllt sie eine Sprechblase mit ihren Überlegungen, die die NSDAP mit der Hitlerjugend verbunden haben könnte. Wenige Klicks und das Arbeitsblatt ist gestaltet.

Seit wenigen Wochen sind in der Klasse 9Ra der Oberschule Bösel Tablets in den Fächern Geschichte, Englisch, Deutsch und Mathe im Einsatz. Dank finanzieller Unterstützung auch des Fördervereins der Oberschule (7000 Euro) konnten 25 Tablets angeschafft werden. „Wir haben die Anschaffung gerne unterstützt, weil die digitale Arbeit in der Berufswelt später entscheidend ist“, betonten Ulrike Lenzschau und Beate Lübbe vom Vorstand des Fördervereins. Auch die Gemeinde als Schulträger hatte die Schule dabei unterstützt.

Eingesetzt werden die Tablets unter anderem im Geschichts-Unterricht von Rebecca Kins. Sie steht vorne am Whiteboard vor der Klasse, die Schüler arbeiten sehr konzentriert an ihren Tablets. Die gesamte Geschichtsmappe existiert in dieser Klasse nur in digitaler Form im Tablet – vom Deckblatt über die Inhaltsangabe bis hin zu den Fachthemen. Eine App macht’s möglich.

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Über die Tablets werden auch Videos von Zeitzeugen des Dritten Reiches abgespielt – vorher nur mit größerem Aufwand und PCs möglich. Per schulinternem Netzwerk können die Inhalte auf dem Tablet auch aufs Handy geschickt werden, um sich etwa auf Klausuren vorzubereiten, berichtet Kristina First.

Der Start ins digitale Zeitalter an der Oberschule ist gemacht. Dabei soll es aber nicht bleiben. Ziel sei es, alle Schüler ab der siebten Klasse mit Tablets auszustatten, das sie dann gegen einen Obolus auch privat nutzen können und das mit dem Abschluss auch ihnen gehört. Die Voraussetzungen dafür seien bereits geschaffen worden, so Schulleiterin Dorothea Kuhlmann-Arends. Die waren allerdings umfangreich, schließlich müssen Sicherheitsstandards eingehalten werden. Deshalb wurde über die Oberschule eine digitale „Haube“ gezogen, dank derer an der Schule nur freigegebene Apps genutzt werden können. Auch ein wichtiger Aspekt in Bezug auf die Medienerziehung.

„Wir sind sehr gut ausgestattet“, betont die Schulleiterin. Die Schule ist über eine 100-MBit-Glasfaserleitung ans Netz angeschlossen. Jeder Klassenraum verfügt über ein gut funktionierendes W-Lan. Über ein internes Netzwerk ist die Oberschule auch mit der Grundschule verbunden.

Die Lehrkräfte hatten sich in den vergangenen Wochen und Monaten in Fortbildungen und Schulungen für den Tablet-Einsatz fit gemacht. Die Vorbereitung koste zwar zunächst viel Zeit, berichtet Lehrerin Rebecca Kins. Doch die Motivation und der Spaß an der Arbeit seien groß.

Das bestätigt auch Heiner Krümpelmann, der ebenso wie Kins, Christina Kettler und Bernhard Hanneken mit den Tablets arbeitet. Auch wenn es immer mehr Apps auch von Schulbuchverlagen gebe, fehlten Empfehlungen, wie sie etwa im Curriculum für Schulbücher vorgegeben seien, beklagt Krümpelmann. Und auch das rechtssichere Speichern der Materialien sei eine wichtige Frage, mit der sich die Lehrer beschäftigen müssten.

„Papier und Display stehen nicht im Wettbewerb“, betont Schulleiterin Dorothea Kuhlmann-Arends. „Die Medien ergänzen sich.“ Und die Pädagogen würden durch den Tablet-Einsatz keinesfalls abgelöst – im Gegenteil erfordere deren Einsatz eine präzisere Planung des Unterrichts. Für den Lernerfolg entscheidend seien immer noch: „gute Lehrer“. Tablets würden nur soweit eingesetzt, wie sie das Lernen positiv unterstützen könnten.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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