Bösel Emma und Lucie schmeckt die Arbeit richtig gut. „Das macht Spaß“, schildern die beiden Drittklässlerinnen, während sie im Schulgarten der St.-Martin-Grundschule Unkraut jäten, Pflanzen wässern und – ernten. Im Schulgarten, den die Garten-AG unter der Leitung von Andrea Schlömer betreut, wachsen das Jahr über Gurken, Tomaten – im Gewächshaus – und Äpfel ebenso wie Kirschen, Möhren, Feuerbohnen, Kohlrabi, Salat oder Kohl. Auch von den Himbeeren, Johannesbeeren oder Heidelbeeren können die Drittklässler naschen. Eine grüne Oase.

Viel Mühe hatte bislang die Pflege des fast 500 Quadratmeter großen Rasens im Schulgarten gemacht – „gerade in den Ferien“, berichtet Schulleiterin Rita Schorling. Diese Mühe sind Kinder und AG-Leiterin Andrea Schlömer, die von Christa Tönjes unterstützt wird, aber nun los. Denn dank einer Spende des Bauunternehmens Südkamp (Bösel) mit Unterstützung des Gartentechnikhändlers Knelangen (Friesoythe) zieht nun „Otto“ seine Runden im Schulgarten.

„Otto“ ist ein Rasenmäherroboter, der dafür sorgt, dass der Rasen stets kurz ist. Auch der Rasenschnitt muss nicht mehr entsorgt werden. Eine Hütte hat „Otto“ auch schon, die werden die Schüler allerdings noch verzieren.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Der Schulgarten ist fester Bestandteil der pädagogischen Arbeit“, sagt Rita Schorling. Die Garten-AG, die sich aus zwölf Schülern des dritten Jahrgangs rekrutiert, ist dort jeden Freitag sowie während der Woche etwa in den Pausen im Einsatz. Jede Klasse könne den Schulgarten einmal die Woche nutzen. „Wenn er immer für alle offen wäre, wäre er zu klein“, erklärt die Schulleiterin das Prozedere. Auch Unterrichtseinheiten werden gelegentlich in den Schulgarten verlegt. „Die Kinder arbeiten selbstständig“, berichtet Andrea Schlömer, die weiß, dass manchmal die Eltern schon erstaunt über den Arbeitseifer ihrer Kinder in der AG sind.

Zeit zur Erholung bieten die Gartenbank in der Laube oder auch die Bänke unter dem neuen Unterstand. Die Wintermonate werden genutzt, um etwa die Vogelnistkästen auf Vordermann zu bringen und die Holz-Blumen neu zu streichen.

Jüngst hatte die AG, die jeweils von Januar bis Januar läuft, Apfelmus mit Äpfeln aus dem eigenen Anbau gekocht. Und zwar in der neuen Küche in der „Villa Kunterbunt“, die in den Sommerferien installiert worden war. „Hervorragend“, urteilt Schulleiterin Schorling. Die Gemeinde Bösel hatte die Anschaffung finanziert, der Förderverein hatte Sonderwünsche möglich gemacht. Ihre Bewährungsprobe hatte die Küche schon bei der Einschulungsfeier bestanden.

Im offenen Ganztagsangebot der Grundschule essen mehr als 20 Kinder als Selbstverpfleger in der „Villa Kunterbunt“ ihr mitgebrachtes Essen, weitere 50 Grundschüler gehen mittags in die Mensa an der Oberschule.

„Schmeckt“, sagt Lucie und beißt beherzt in den satt-roten Apfel, den sie gerade im Garten geerntet hat.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.