CLOPPENBURG Gastbesuch an der Soeste: Für zehn Tage sind jetzt Schülerinnen und Schüler des Publiczne Gimnazjums aus Siemianowice, einem Stadtteil von Kattowitz, zu Gast an der Marien-Hauptschule in Cloppenburg. Nach aufregendem Flug waren sie von ihren Gastgebern – die sie vom Besuch im April in Polen bereits kannten – herzlich empfangen worden, bevor ein Besuch auf dem Mariä-Geburtsmarkt anstand.

Auf dem Programm des ersten Tages stand eine Fahrt zum Dokumentationszentrum Papenburg. Hintergrund ist, dass die Schüler am gemeinsamen politischen Wettbewerb „Zukunft braucht Erinnerung“ des deutsch-polnischen Jugendwerkes teilnehmen. Das Jugendwerk unterstützt den Austausch auch finanziell. In einem Vortrag gab es allgemeine Informationen über die 15 Emslandlager und spezielle über das Schicksal der polnischen Zwangsarbeiterinnen. Im Anschluss wurde ein Friedhof und das ehemalige KZ-Gelände in Esterwegen besucht. Im Kloster der Franziskanerinnen gedachte man der „Moorsoldaten“ in einer gemeinsamen Meditation.

Um die Bekanntschaften aufzufrischen und zu vertiefen, fuhr die Gruppe gemeinsam für drei Tage ins Blockhaus nach Ahlhorn. Dort erarbeiteten die Schüler in Projektgruppen den Themenbereich Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs in der Region. Aber auch die Freizeit kam bei herrlichem Wetter nicht zu kurz: Bei Wanderungen, Bootsfahrten und Spielen überwandt man auch sprachliche Barrieren.

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Das Wochenende begann mit einem zweisprachigen Gottesdienst in der Marienkapelle. Die Eltern organisierten einen gemeinsamen Bowlingabend und zeigten den jungen Gästen die nähere Umgebung und die Nordseeküste.

An den beiden folgenden Tagen wurde die Projektarbeit fortgesetzt und auch der „normale Unterricht“ der Gastgeber besucht. Führungen durch das Museumsdorf und die Stadt stehen ebenfalls noch auf dem Programm.

Den Abschluss bildet die Präsentation der Projektarbeit, bevor es zum Heidepark nach Soltau geht.

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