Altenoythe „Es ist für uns nachvollziehbar, dass sich in den Ortsteilen bei zurückgehenden Schülerzahlen Menschen Sorgen um die Zukunft ihres Grundschulstandortes machen“, heißt es in einer Stellungnahme der Friesoyther SPD-Ratsfraktion. „Es wäre aber verantwortungslos und falsch, das wichtige Ziel, allen Kindern einen erfolgreichen Start in das Schulleben zu ermöglichen, der Tradition und dem Prestige eines Schulbetriebes im eigenen Ortsteil unterzuordnen.“

Damit bezieht die SPD Position zu einer möglichen Schließung der Grundschule Hohefeld. In der jüngsten Sitzung des Schulausschusses wurde aufgezeigt, dass das Gebäude in einem schlechten Zustand sei und außerdem die Schülerzahlen rückläufig seien. Derzeit werden in Hohefeld die erste und zweite Klasse gemeinsam unterrichtet sowie die dritte und vierte Klasse. Auch im nächsten Jahr wird es mit 26 Schülern zwei Klassen geben. Einige Eltern aus Hohefeld setzen sich sehr für den Erhalt der Schule ein (siehe auch Leserbrief unten).

„Wir haben kein Problem mit kleinen, gut funktionierenden Grundschulen. Allerdings ist ein Schulbetrieb, der nur noch das Minimum der gesetzlichen Vorgaben erfüllt, nach unserer Meinung nicht mehr mit dem Anspruch der Grundschulkinder auf ein umfassendes und zuverlässiges Schulangebot vereinbar“, teilte Eike Baran in dem Schreiben mit.

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Gerade in Schulen, wo die Schülerzahlen sich auf eine Viertelzügigkeit – also alle vier Jahrgänge in einer Klasse – hin bewegen, werde die Verunsicherung der Eltern, aber auch der Lehrer besonders deutlich. „In dieser Situation haben alle Betroffenen einen Anspruch darauf, dass verantwortliche Politiker sich ehrlich und klar zu der Zukunft des einzelnen Grundschulstandortes äußern. So bleibt die nötige Zeit, ein mögliches strukturiertes Abwicklungsverfahren gemeinsam abzuklären und Brüche für die einzelnen Schüler zu vermeiden“, sagte Fraktionsvorsitzende Renate Geuter.

Der Beschlussvorschlag der Verwaltung, bei Schulen die aktuell und perspektivisch weniger als 30 Schülerinnen und Schüler haben werden, in Absprache mit allen Beteiligten ein geordnetes Verfahren zur Schließung der Schule einzuleiten, sei nicht nur von allen Schulleiterinnen und Schulleitern der Grundschulen in Friesoythe unterstützt worden, sie hätten eine solche Klarstellung ausdrücklich gefordert.

„Wir sind der Elternvertreterin und den Vertretern der Schüler und der Lehrer im Fachausschuss für ihr Verantwortungsbewusstsein sehr dankbar. Mit ihrem Votum haben sie die Mehrheit für diesen Beschluss ermöglicht“, so Melanie Buhr. Diesen Mut zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit den Herausforderungen der zurückgehenden Schülerzahlen an einzelnen Grundschulstandorten erwarte die SPD bei den kommenden Beratungen auch von den Vertretern der CDU/FDP–Mehrheitsfraktion.

In einem Arbeitskreis mit Vertretern der Verwaltung, aller Ratsfraktionen, der Lehrer- und Elternvertreter sei ein einvernehmliches Beschlusspaket erarbeitet worden, das auch den Neubau einer modernen Grundschule in Altenoythe beinhaltet. Damit werde der Schulstandort Altenoythe dauerhaft und nachhaltig gestärkt. „Für das schrittweise Aufweichen dieser Empfehlung habe ich kein Verständnis. Ich erwarte, dass auch die CDU-Vertreter zukünftig konstruktiv und verantwortungsbewusst an der Ausgestaltung und Umsetzung dieses Beschlusses mitarbeiten“, so der Altenoyther Ortsvorsteher Dennis Löschen (SPD).

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