Altenoythe Das Praktikum beim Goldschmied in Friesoythe hat Youssef Nahmoud (15) beeindruckt. Viel gelernt habe er über den Beruf. Er durfte Ringe oder Ketten herstellen, gravieren und polieren. Seine Meinung war sogar gefragt, als es um die Anschaffung einer Uhr ging, die die Gebetszeiten für Muslime anzeigt. Was der Friesoyther gelernt hat, darüber informierte der Neuntklässler der Heinrich-von-Oytha-Oberschule am Freitagmorgen Schüler der achten Klasse. Zum zweiten Mal wurde an der Schule ein Praktikumscafé veranstaltet.

Die Neuntklässler stellten den Schülern aus der achten Klasse die Ausbildungsberufe vor, in denen sie vor den Herbstferien ein zweiwöchiges Praktikum absolviert hatten. Die Achtklässler nämlich gehen zu Ostern im kommenden Jahr ebenfalls ins Praktikum. „Hier können sie miteinander ins Gespräch kommen und Hemmschwellen überwinden“, sagt Kira Döpke, die gemeinsam mit Fabian Plagemann und Stefan Schütte für die Organisation des Projektes verantwortlich zeichnet. Vorbereitet wurde das Prakti-kumscafé auch im Wirtschaftsunterricht.

Die neue Mensa der Schule bot Platz für Stellwände und Anschauungsmaterial zu den Ausbildungsberufen in den Branchen Gesundheit und Soziales, Handwerk oder Wirtschaft. Was verdient man als Erzieherin oder Sozialassistentin? Wie lange dauert die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker oder zum Metallbauer? Diese und weitere Fragen beantworteten die Schüler. Übrigens auch gegenüber drei Pädagogen aus der Paula-Modersohn-Schule aus Bremerhaven. Sie ist die Partnerschule der Altenoyther Oberschule bei der Bewerbung für den Wettbewerb „Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen“.

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Für diesen bedeutenden Schulpreis mit dem Fokus Berufsorientierung, der bislang noch nie in den Landkreis Cloppenburg ging, hatte sich die Altenoyther Einrichtung vor zwei Jahren beworben, sei aber nicht zum Zuge gekommen, sagt Schulleiter Rasmus Braun. In diesem Jahr soll ein neuer Anlauf genommen werden. Und dabei will man von der Kooperation mit der Bremerhavener Einrichtung profitieren, die bereits 2012 ausgezeichnet worden war.

Auch in Bezug auf inklusiv beschulte Schüler und deren Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhofft sich Rasmus Braun Erkenntnisse von der inklusiven Schule aus Bremerhaven. In Altenoythe werden von den 460 derzeit 63 inklusiv beschult. Und auch sie streben eine Ausbildung an.

So wie Youssef Nahmoud. Welche das sein wird, weiß er noch nicht genau. Goldschmied jedenfalls will er trotz seines sehr informativen Praktikums nicht werden.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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