Cloppenburg Abschied und Aufbruch haben am Freitagvormittag bei der feierlichen Entlassung der Abiturienten am Cloppenburger Gymnasium Liebfrauenschule (ULF) in der neuen Schulmensa ganz nah beieinandergelegen. „Ihre Kinder befinden sich gerade genau zwischen Ende und Anfang, die Zeit kennzeichnet nun einen existenziellen Übergang mit der Frage ,Was wird werden?’“: So begrüßte Schulleiter Andreas Weber die Eltern der 119 Abiturienten.

Aber nicht nur die Schüler stünden vor dem Aufbruch ins Neue, auch Offizial Heinrich Timmerevers, als oberster Vertreter des Schulträgers, würde „auf gepackten Koffern sitzen“. Wie berichtet, wird der gebürtige Nikolausdorfer am 27. August als neuer Bischof in Dresden-Meißen eingeführt. Weber dankte ihm, dass er noch ein letztes Mal den Gottesdienst zur Entlassung der ULF-Abiturienten übernommen habe. In diesem erläuterte der Weihbischof den Schülern, was das Beste im Leben sei – neben dem Rückhalt durch Freunde und Familie, sei das Beste vor allem das Leben als Christ.

„Uns werden vor allem die Aktivitäten der Schulzeit in Erinnerung bleiben: die Klassenfahrten und Sprachreisen, die Sommerfeste und Ausflüge“, resümierten Jahrgangssprecher Hanna Weß und Andre Tangemann. Ein großes Dankeschön ging an die Familien und Freunde der Schüler: „Ohne euch wären wir nie so erfolgreich gewesen.“

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Erfolg steht bei einer Zeugnisübergabe natürlich auch im Mittelpunkt. Schulleiter Weber wollte davon aber bewusst Abstand nehmen, die Schüler nur nach ihrer Abschlussnote zu „bewerten“. Er würde sich natürlich auch über ein Einser-Abitur freuen, genauso gerne klopfe er aber jemandem auf die Schulter, der das Abitur mit einer Note von 3,7 bestanden habe. Jeder fünfte Schüler in Niedersachsen habe 2015 das Abitur abgelegt und auch die Anzahl der Einser-Abschlüsse erhöhe sich.

Grundlegendere Aufgabenstellungen und unterschiedliche Benotungssysteme führten zu dieser Entwicklung, die Weber durchaus kritisch hinterfragte. Das Abitur sei auch eine Reifeprüfung, weil es um persönliche Entwicklungen und Kompetenzen gehe. So gab Weber weder den Noten-Durchschnitt aller Abiturienten preis, noch nannte er die Note des Jahrgangsbesten Leon Sieverding. Dieser, so verriet der Schulleiter, habe allerdings aufgrund des veränderten Bewertungsmaßstabs für die Mathe-Prüfung (die NWZ  berichtete) 18 Punkte anstatt der sonst maximal möglichen 15 Punkte erreicht.

Dem Abi-Motto des Jahrgangs 2016 „Abi heute – Captain morgen“ folgend wünschte der als Kapitän verkleidete Elternvertreter Thorsten Persigla den Schülern, dass sie nie ihre Heimat und ihren Kompass vergessen mögen. Das Motto, ergänzte Direktor Weber, beinhalte auch den Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung. Auf dieser Reise wünschte er den 119 Abiturienten immer genug Wind in den Segeln.


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Mareike Wübben Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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