Ramsloh-Hollen Noch ist an der Möhlenschleede im Ramsloher Vorort Hollen – abgesehen vom Rohbau – nicht viel vom künftigen Kindergarten zu sehen. Dennoch: „Der Bau des neuen Kindergartens geht derzeit gut voran“, berichtet Saterlands Bürgermeister Thomas Otto (parteilos) über das aktuelle Bauvorhaben auf dem 5095 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem auch Kita und Krippe installiert werden.

Terminabstimmung

Der von der Gemeinde Saterland ins Auge gefasste Termin des Richtfestes am 18. Oktober lässt sich laut Bürgermeister Thomas Otto aber aus organisatorischen Gründen nicht realisieren. „Ein neuer Termin wird derzeit noch mit allen Beteiligten abgestimmt.“

Für Aufregung hatte der unbeschrankte Bahnübergang in unmittelbarer Nähe des Grundstücks gesorgt. Anfang des Jahres war ein Güterzug mit einem Trecker zusammengestoßen. Der Treckerfahrer war dabei schwer verletzt worden. Besorgte Bürger hatten in einer Ausschusssitzung ihren Unmut geäußert und gefragt, ob eine Kita neben Zuggleisen überhaupt sinnvoll ist.

Planungen für Schranke

Hier gibt es jedenfalls, wie Otto mitteilt, Bestrebungen seitens des zuständigen Eisenbahnbetreibers Emsländische Eisenbahn GmbH, den Bahnübergang im dritten Quartal 2020 mit einer Halbschrankenanlage zu sichern. „Die Planungen und der Bau obliegen dem Verkehrsunternehmen.“

Neben der Halbschranke müsse die Straße dort unmittelbar vor dem Übergang beidseitig von der derzeitigen Breite von 3,60 auf 6 Meter vergrößert werden. Die Gemeinde habe hierzu die nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz vorgesehene finanzielle Beteiligung zugesagt und eine entsprechende Vereinbarung mit der Emsländischen Eisenbahn GmbH abgeschlossen.

Übergangslösung

Der Übergangskindergarten „Rathaus-Mäuse“ läuft äußerst zufriedenstellend, teilt die Gemeinde mit. „Dass spielende Kinder natürlich eine gewisse Geräuschkulisse entwickeln und dies für Mitarbeiter in den unmittelbar angrenzenden Verwaltungsbüros auch zeitweilige Belastungen darstellten, ist nicht von der Hand zu weisen“, gibt Saterlands Bürgermeister zu.

Jedoch handele es sich um eine Übergangslösung, die mittlerweile große Akzeptanz in der Bevölkerung erfahre. „Kurzfristig hätte es keine wirklich gute Alternative gegeben“, fügt Otto an. Im Ramsloher Rathaus war deswegen das Dachgeschoss notgedrungen in einen Übergangskindergarten umgebaut worden, um dort 40 Kindergartenkinder – die „Rathaus-Mäuse“ – unterzubringen.

Eigentlich waren für den Kindergartenneubau Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro eingeplant worden. Diese Summe hatte sich auf 2,6 Millionen erhöht, als beschlossen wurde, 30 Parkplätze zu schaffen und das Dachgeschoss auszubauen. Jetzt wird der Kindergarten durch abweichende Kosten für Rohbau-, Zimmerer-, Dachdecker- und Fensterarbeiten noch teurer. Dabei gehe es aktuell um etwa vier Prozent. Das sind über 100 000 Euro mehr.

Verzögerungen zu Beginn

Erste Verzögerungen hatten sich laut Bürgermeister Otto bereits zum Baustart eingestellt, da Fundamente und Bodenplatte erst mit zwei oder drei Wochen Verspätung angelegt wurden. Zu weiteren Verzögerungen sei es wegen fehlender Unterlagen und Ausfällen bei der Prüfung der Statik für die Fertigbetondeckenteile gekommen.

Niklas Grönitz Volontär, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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